Dieser Kasten soll die Medizin revolutionieren

Dresden - Die Blutvergiftung ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache von Menschen in Weltweit. Schnelle Hilfe mit der richtigen Therapie tut also Not. Und genau an dieser Stelle kommen die Zelldetektive ins Spiel. Eine Dresdner Firma hat nämlich ein Gerät entwickelt mit dessen Hilfe auffällige Zellstrukturen erkannt werden. Wie es funktioniert, erklären wir im Beitrag.

Ein einfacher Kasten, ohne viel Schnickschnack aber doch sehr effektiv. Die Kiste ist ein sogenannter AcCellator, der bestimmte Informationen von Blutzellen entschlüsseln kann. Das Unternehmen „Zellmechanik Dresden“ mit Daniel Klaue an der Spitze, hat das Gerät entwickelt. Die Methode aber ist an der TU-Dresden am Lehrstuhl von Prof. Jochen Guck entstanden. Im Inneren spielen sich hochkomplexe Prozesse ab und das rasend schnell, wie der Chef erklärt. Am Computer wird das ganze dann ausgewertet. Anhand der Bilder sieht der Fachmann wie weich oder steif die Zellen der Probe sind. Das wiederum gibt Auskunft über den Zustand der Zelle. Das Verfahren ist revolutionär. Bisher steht der Kasten weltweit in vier Forschungslaboren und in Dresden bei den Entwicklern und der TU. Das Ziel des Biotechnologieunternehmens vom Tatzberg ist aber größer. Die „Zellmechanik Dresden“ hat sich vor knapp drei Jahren gegründet. Fünf Wissenschaftler entwickeln seit dem die Firma und den AcCellator immer weiter. Von den fünf Wissenschaftlern hat aber jeder einen anderen Aufgabenbereich zu erfüllen. Eine viertel Million Euro versteckt sich unter dem Metallgehäuse. In der Gründungsphase bekam das Unternehmen Fördermittel, inzwischen finanziert es sich aus den eigenen Umsätzen. Auf dem Weg zum Medizinprodukt wird die Zellmechanik Dresden aber wieder einen Investor brauchen.

© Sachsen Fernsehen
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