Dieses neue Leipziger Amt hört sich alle Wünsche an

Leipzig – Wüsche von den Lippen abzulesen ist nicht immer so einfach, sich die Wünsche der Menschen anzuhören, hingegen schon. Die Stadt Leipzig hat deshalb beschlossen, das erste deutschlandweite Amt für Wunscherfüllung und Vielleicht-Management zu gründen, um die Wünsche der Bevölkerung zu erfassen.

 

Amtsinhaberin Solveig Hoffman erläutert die Aufgaben des Amtes.

„Das Amt für Wunscherfüllung und Vielleicht-Management möchte Bürger befragen und  hören, welche Wünsche da sind, ob sie die für erfüllbar halten und in einer berantenden Funktion im Vielleicht-Management gemeinsam überlegen, ob der Wunsch erfüllt werden kann, was man dafür tun müsste, ob die Menschen, die sich das Wünschen, das auch selebr tun würden und dann vielleicht helfen“.

Das Amt ist mobil. Die erste Tour macht es in Grünau und schlägt in den nächsten zwei Wochen ganz spontan in der Nähe von Wünschenden auf. Im Oktober geht es dann auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz weiter. Jeder der einen Wunsch in sich trägt, kann auf die Wunschanhörerinnen zugehen und diesen äußern.

„In dem Moment, wo ein Mensch mit mir spricht, bin ich präsent und spreche mit diesem Menschen bis wir fertig sind. Solange wie es eben dauert. Natürlich kann ich nicht alles lösen, aber ich glaube es ist ganz wichtig, erstmal zuzuhören, konkret nachzufragen, nicht so abstrakt, sondern konkret und dann gemeinsam kreativ zu sein, denn die meisten Lösungen sind ja nicht vorgegeben, sondern müssen erdacht werden“, erklärt Hoffmann.

Die Wünsche werden dann anonymisiert aufgenommen. Die Wunschbotschaft kann ganz variabel als freier Brief, Formular, Video- oder Fotobotschaft übermittelt werden. Oder man macht einfach selber mit und vertritt seinen Wusnch vor der Öffentlichkeit bei der ersten Präsentation am 14. Juli im Projekt „Stadt in der Stadt“ oder am 12. und 13. Oktober auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz.