Dilemma Demenz – ungelöste Mammutaufgabe in sächsischen Krankenhäusern

Dresden – Das Thema Demenz gilt als ungelöste Mammutaufgabe in deutschen Krankenhäusern. Gerade Sachsen mit seinem hohen Altersdurchschnitt braucht neue Konzepte um den Pflegenotstand zu lösen. Unter anderem darüber diskutieren Vertreter aller Gesundheitsberufe beim 5. Interprofessionellen Gesundheitskongress am 28. und 29. April im ICC.

Mehr als 8 Millionen ältere Menschen werden in Deutschland jährlich stationär behandelt. Sie kommen mit Knochenbrüchen, Lungenentzündungen oder Harn-wegsinfektionen in ein Krankenhaus, bedürfen aber häufig viel mehr als der übli-chen Behandlung, denn fast jeder fünfte Patient über 65 Jahren leidet an Demenz.

Ein gutes Beispiel dafür ist die geriatrische Ambulanz im Universitätsklinikum Dresden – hier werden konkrete Fallbesprechungen interdisziplinär, d.h. von Experten aus Psychiatrie, Neurologie und der Inneren Medizin durchgeführt, um älteren Patienten bestmöglich zu helfen.

Den Menschen und seine Gesundheit berufsübergreifend in den Mittelpunkt zu stellen, ist auch Thema des 5. Internationalen Gesundheitskongresses, der vom 28.-29. April in Dresden stattfindet. Gastgeber Springer Medizin und Springer Pflege fördert damit den Austausch aller Berufsgruppen im Gesundheitswesen.

Ein Schwerpunktthema auf dem Kongress ist Demenz im Akutkrankenhaus. Gerade Sachsen als Land mit dem höchsten Altersquotienten der Bundesrepublik braucht innovative Konzepte – um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken.

In diesem Zusammenhang verleiht Springer in diesem Jahr erstmalig mit dem schwedischen Königshaus den Queen Silvia Nursing Award – einen hoch dotierten Preis für Nachwuchskräfte im Pflegebereich.
Ein weiterer Schwerpunkt auf dem diesjährigen Kongress ist die Optimierung der Kommunikation zwischen den Berufsgruppen und im Prozessmanagement. Außerdem findet wie jedes Jahr das HeilberufeSCIENCE-Symposium statt sowie der Schülertag, eine Veranstaltung von Auszu-bildenden für Auszubildende.