Diskriminierende Einlasskontrollen: Betroffener erhält Schadensersatz

Im Fall der angeblich diskriminierenden Einlasskontrollen vor Leipziger Diskotheken hat das Landgericht Leipzig dem klagenden Syrer einen Schadensersatz in Höhe von 500 Euro zugesprochen. +++

Der Mann war im vergangenen Jahr bei der Kontrolle an der Tür von den Sicherheitsbeamten abgewiesen worden, obwohl anderen vor und nach ihm der Einlass gewährt wurde. Daraufhin hatte das Antidiskriminierungsbüro gegen sechs Leipziger Clubs geklagt.

Nun bekam der junge Syrer einen Schadensersatz zugesprochen. Künftig dürfe dem Kläger der Zutritt zu dem Club wegen seiner ethnischen Herkunft nicht mehr verweigert werden, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Den Club-Betreibern wurde ein Ordnungsgeld von 250 Euro pro Einzelfall angedroht, sollten sie sich daran nicht halten.

Bei dem Urteil handelt es sich um eine Entscheidung im Einzelfall, so ein Sprecher des Antidiskriminierungsbüros Sachsen.