Diskussion um Chemnitzer Schocken

Was lange währt wird gut, was noch länger währt, nervt irgendwann.

Das trifft wohl auch auf das geplante Archäologiemuseum in Chemnitz zu. Im Ort des Geschehens an der Brückenstraße gab es am Dienstagabend eine Diskussionsrunde aber leider ohne konkreten Antworten.

Eines vornweg, irgendwie beißt sich die Katze bei diesem Projekt immer wieder in den Schwanz. Das haben inzwischen nicht nur Insider des geplanten Archäologiemuseums mitbekommen. Am Dienstagabend waren allerdings nicht nur die in das ehemalige Warenhaus an der Brückenstraße gekommen. Die meisten erhofften sich vermutlich Antworten von der Diskussionsrunde, es sollte aber nur eine Hoffnung bleiben. Die GGG als Eigentümer des Hauses wartet neben der Unterschrift unter dem Mietvertrag auch auf ein ausführliches Museumskonzept, um, so deren Chefin Simone Kalew, mit dem Innenausbau beginnen zu können.

Knut Nevermann kann diese Bedenken ganz und gar nicht verstehen.  Er vertrat bei der Diskussion Wissenschaftsministerin Stange. Ein komplexes und, wie Nevermann weiter sagte, kompliziertes Raumprogramm steht bereits, der Rest ergebe sich.

Entweder wurde das noch nicht genügend kommuniziert, oder die GGG wartet unbegründet mit dem Innenausbau, das zumindest ergibt sich für den Betrachter des Ganzen aus dieser Aussage. Die GGG hingegen weiß, warum sich der Bau so lange hinzieht. Sie wollen erst das Eckpunktepapier in den Händen halten.

In spätestens zwei Monaten soll dieses Papier auf dem Tisch der GGG liegen. „Alles Quatsch“, sagt hingegen das Ministerium, gebaut werden kann auch ohne das Eckpunktepapier.

Am Besten fasste die Diskussion gestern Abend der Direktor des Industriemuseums Chemnitz zusammen. Jörg Feldkamp sagte: „Lasst uns endlich bauen“, somit will zumindest er den vielen Worten Taten folgen lassen.

++
Mehr News aus Chemnitz hier

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar