Diskussion um Sicherheit in der Innenstadt

Chemnitz – Im Chemnitzer Bürgerhaus am Wall haben sich am Donnerstagnachmittag Vertreter von Stadt, Polizei und Mobile Jugendarbeit über die Sicherheitslage in der Chemnitzer Innenstadt ausgetauscht.

Aus Sicht der Polizei konzentriert sich ein Großteil der Straftaten auf das Chemnitzer Stadtzentrum. Dabei seien die Anzahl der so genannten Straßenkriminalitätsdelikte und Gewaltdelikte 2016 leicht angestiegen.

Der für Ordnung und Recht zuständige Bürgermeister Miko Runkel betonte, dass sich die Sicherheitslage wieder etwas beruhigt habe. Dies hätte auch an der verstärkten Präsenz der Sicherheitskräfte im Innenstadtbereich zu tun. Deshalb wolle man den „Kontrolldruck“ hochhalten.

Dazu gehöre auch die Videoüberwachung, für die spätestens im Juli ein Konzept vorliegen soll. Demnach soll ab Herbst nicht nur die Zentralhaltestelle, sondern auch der Stadthallenvorplatz videoüberwacht werden.

Viele Probleme würden den Behörden auch traumatisierte Flüchtlinge bereiten, die teilweise häufig straffällig werden und für die es noch keine Therapiemöglichkeiten gibt. Hier müsse eine sachsenweite Lösung gefunden werden, da andere Kommunen von gleichen Probleme berichten würden.

Die Streetworker des AJZ Chemnitz zogen eine positive Bilanz des im März neu eröffneten CityContact-Büros. Bereits rund einhundert Kontakte mit Menschen jedens Alters und unterschiedlichem, kulturellem Hintergrund wurden dabei geknüpft.

Die mobile Jugendarbeit sieht ihre Aufgabe darin beratende Unterstützung und Kommunikationsmöglichkeiten für junge Menschen zu bieten. Der Präventionsgedanke komme in der Debatte um die Sicherheitslage in der Chemnitzer Innenstadt allerdings häufig zu kurz.