Diskutiert, geschlemmt, vernetzt – Kulturen prallen aufeinander

Dresden – „Tische raus“ hieß es am 1. Tag der Offenen Gesellschaft. Verschiedene Privatpersonen, Vereine und Firmen wurden aufgerufen, eine Tafel zu organisieren um mit Freunden, Familie aber auch Fremden ins Gespräch zu kommen. Die Offene Gesellschaft wurde 2015 gegründet und ist bundesweit tätig. Sie setzt sich ein für Demokratie, Offenheit und ein friedliches Miteinander. Eric Hattke ist der Botschafter für die Region Sachsen.

Über 20 Tafeln wurden in ganz Sachsen aufgebaut, davon mehrere in Dresden. Verschiedene Personen und Vereine haben sich auch spontan am Stichtag noch entschlossen, an dem Projekt mitzuwirken. Oberbürgermeister Dirk Hilbert unterstützte ebenso das Vorhaben. Er stellte einen eigenen Tisch im Rathaus zur Verfügung.

Ein weitere Tafelrunde konnte man bei der gemeinnützigen Organisation SPIKE Dresden vorfinden. Der 1995 gegründete Verein hat sich 2015 mit Angeboten für Geflüchtete einen weiteren Schwerpunkt gesetzt. Geflüchtete finden in dem Verein einen verbindlichen Anlaufpunkt. Sportmöglichkeiten und Deutschkurse sind nur zwei der vielen Angebote.

Für den 1. Tag der Offenen Gesellschaft wurde bewusst der 17. Juni ausgewählt. Am Tag des Volksaufstands 1953 kam es zu großflächigen Streiks und Demonstrationen, die blutig niedergeschlagen wurden. Bundesweit wurden an dem Tag über 450 Tische verzeichnet. Die Offene Gesellschaft erhofft sich von dem Vorhaben neben Diskussionen und Meinungsaustausch eine Art Schneeball-Prinzip. Aus der entstandenen Kommunikation könnten neue Projekte entstehen, die das Miteinander stärken. Weiterhin soll man sich selbst fragen, in welcher Gesellschaft man sein möchte.