Diversität macht den Unterschied – Warum Unternehmen von Vielfalt profitieren können

Dresden  - "Diversität beflügelt Innovation" – unter diesem Motto hat eine gemeinsame Netzwerkveranstaltung der Initiative "Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen" und "intap - das internationale Talenteprojekt" am Mittwochabend Studenten und Unternehmensvertreter zusammengeführt. Ort der Veranstaltung war der Impact Hub Dresden nahe des Hauptbahnhofes.

In dem Gründerzentrum Impact Hub Dresden können Jungunternehmer, Freiberufler oder auch etablierte Unternehmen Arbeitsplätze mieten und so unter einem Dach arbeiten.  Tisch an Tisch sollen damit auf kurzem Weg auch branchenübergreifend Lösungen gefunden werden können. Weitere Synergieeffekte könnten Sachsens Unternehmen laut der Netzwerkveranstaltung "Diversität beflügelt Innovation" allerdings auch durch eine größere Vielfalt seiner Belegschaften erreichen. Den Begriff Diversität aber allein auf kulturelle Unterschiede zu reduzieren, würde jedoch deutlich zu kurz greifen. Innovative Sichtweisen und Ideen ergeben sich beispielsweise auch aus unterschiedlicher Lebenserfahrung, Alter, Weltanschauung, Geschlecht oder sogar der jeweiligen Muttersprache. Unbestritten ist zwar, dass die Vereinbarung großer Unterschiede auf Arbeit auch Konfliktpotenzial mit sich bringen kann. Auch wird wohl kaum ein gescheiter Unternehmer Diversitätsaspekte grundsätzlich vor fachliche Qualifikationen stellen, ohne mittelfristig seinem Unternehmen zu schaden. Dennoch überwiegt beim Thema Diversität, oder schlicht, Unterschiedlichkeit, für viele Unternehmen der Eindruck, dass geschäftliches Potenzial darin verborgen liegt.  Zu diesem Schluss kommen mittlerweile nicht nur hippe Start-Ups, deren Ideale einer pluralen Gesellschaft fest in der Unternehmenskultur verankert sind.  Auch Marktgiganten wie SAP setzen verstärkt auf eine heterogenere Mitarbeiterschaft, um im Wettstreit um die besten Ideen weiterhin mithalten zu können.

Unabhängig von persönlichen Überzeugungen oder dem Lösen konkreter Probleme: Eine Öffnung hin zu einem internationalerem Mitarbeiterstamm ist angesichts des bestehenden Fachkräftemangels schlicht eine Notwendigkeit. Das gilt insbesondere für kleinere Unternehmen, die häufig gar nicht auf dem Radar junger Absolventen sind. Um umgekehrt internationale Absolventen gar nicht auf ihrem Radar haben. Doch auch für den Wirtschaftsstandort Sachsen im Allgemeinen ist ein Mehr an Diversität ein weltweit sichtbares Zeichen, das seine Attraktivität entscheidend verbessern kann. Gelebte Diversität kann auch in Sachsen die Innovationsgeschwindigkeit ankurbeln. Und so mithelfen, den Freistaat zu dem Ort machen, an dem die Ideen der Zukunft geboren werden.

© Sachsen Fernsehen
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