DOK Leipzig knackt Besucherrekord

Am Sonntagabend geht das 54. Leipziger Filmfest für Dokumentar- und Animationsfilme zu Ende. Doch bereits bevor die letzten Bilder über die Leinwände geflimmert sind, hat das Festival bereits den letztjährigen Besucherrekord von 35.000 geknackt. +++

„Es war eine sehr gute Woche, die Kinos waren rappelvoll, sogar 10-Uhr-Vorstellungen waren ausverkauft“, sagte Claas Danielsen, der Direktor des DOK-Festivals. 
„Das zeigt, wie groß das Bedürfnis nach dieser Art von Filmen ist. Die Menschen wollen einen tiefen Blick auf das, was in der Welt los ist. Dafür ist der Dokumentarfilm ein ausgezeichnetes Medium“, so Danielsen weiter.

Am Samstagabend werden die besten Filme der DOK-Woche ausgezeichnet. Bereits am Freitag war der Film über die gescheiterte grüne Revolution im Iran, „Fragments of a Revolution“ mit dem Preis „Leipziger Ring geehrt.
Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde von der Stiftung „Friedliche Revolution“ vergeben. Allerdings an den anonym gebliebenen Filmemacher.

Die 55. Auflage des DOK-Festivals im nächsten Jahr soll den Fokus auf Lateinamerika richten. Einzig die finanzielle Situation bereitet den Verantwortlichen Sorgen. Der auf 1,4 Millionen bezifferte Etat für das Festival wird im nächsten Jahr sicher schrumpfen. Mit der „Kinowelt“ ist einer der Hauptsponsoren abhanden gekommen.