Doppelabend an der Oper Leipzig – The Canterville Ghost und Pagliacci

William Shakespeare schrieb einmal „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler.“ Das Publikum will unterhalten werden. Von einer Illusion, die von Darstellern auf der Bühne erschaffen wird.

Was aber, wenn sich Spiel und Realität für die Darsteller vermischen und nur schwer zu trennen sind? Dieser Frage widmet sich die bevorstehende Premiere von „The Canterville Ghost“ und „Pagliacci“ am 9. Mai an der Oper Leipzig. Die Bühnenproben für den Doppelabend haben in dieser Woche begonnen.

Der erste Teil des Abends ist die Welturaufführung von Gordon Gettys Oper „The Canterville Ghost – Das Gespenst von Canterville“, nach der Erzählung von Oscar Wilde.

Es geht um einen Geist, der nach über 300 Jahren auf eine Familie trifft, die keine Angst vor ihm hat. Somit beginnt er sich selbst und seine Arbeit in Frage zu stellen.

Im wahren Leben würde der Künstler in Rente gehen. Ein Gespenst muss jedoch einen anderen Weg finden. Eine wichtige Schlüsselszene des Stückes ist daher die Begegnung zwischen Virginia, gesungen von Jennifer Porto, und dem Geist, Sir Simon, gesungen von Matthew Trevino.

Virginia muss die Prophezeiung erfüllen, um Sir Simon zu erlösen. Sie soll ein Gebet mit ihm sprechen, aus Mitleid um ihn weinen, den Engel des Todes um Vergebung für Sir Simon bitten und einen Mandelbaum zum Blühen bringen, wenn alles getan ist.

Wer bereits vor der Premiere am 9. Mai einen Blick auf Gordon Gettys Einakter werfen möchte, der sollte sich den 28. April vormerken. Um 18 Uhr bietet die Werkstatt der Oper Leipzig interessierten Besuchern die Möglichkeit, näheres über diese Welturaufführung zu erfahren.