Doppelausstellung zeigt Leipziger Industriekultur auf neue Weise

Leipzig - Mit "Boomtown" und "Werkstadt Leipzig" sind am Mittwoch zwei Ausstellungen in Leipzig gestartet, die sich der traditionsreichen Geschichte der Industriekultur in der Messestadt widmen. Zu sehen sind die Schauen im Kunstkraftwerk und im Stadtgeschichtlichen Museum.

Leipzig ist eine Stadt geprägt von Industrie. Doch hinter dem Industriezeitalter verbirgt sich weitaus mehr, als nur wirtschaftlicher Erfolg. Im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig beginnt ab dem 2. September eine neue Sonderausstellung, die sich thematisch dem Jahr der Industriekultur Sachsen 2020 angliedert.

Zur Schau werden emotional berührende Einzelgeschichten von Menschen aus dieser Zeit gestellt. Aber auch Exponate der industriellen Arbeit, lassen sich in großer Vielfalt bestaunen, Dr. Anselm Hartinger, Direktor vom Stadtgeschichtlichen Museum.

© Sachsen Fernsehen

Den Besuchern soll das Gefühl gegeben werden, in die alte Industriewelt einzutauchen. Während das Stadtgeschichtliche Museum dies mit besonderen Exponaten und persönlichen Geschichten schafft, bietet das Kunstkraftwerk in Leipzig ein völlig anderes Erlebnis.

Auch hier geht es um die Industriekultur in Leipzig. Allerdings erwartet Sie hier eine digitale 360 Grad-Videoshow. Unter dem Namen "Boomtown" können die Besucher ab dem 2. September Industriebauwerke aus industriell geprägten Stadtteilen wie Lindenau, Plagwitz oder Schleußig betrachten und in die Welt versinken.

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Während der Show werden die Geschichten von vier Zeitzeugen erzählt. Diese unterscheiden sich stark voneinander. So kommen z.B. ein junges Blumenmädchen und einem Arbeiter in der Fabrik zu Wort. Für die musikalische Untermalung hat Komponist Lorenzo Pagilei gesorgt. Ein doppeltes Museumserlebnis, dass die besondere Geschichte der Stadt beleuchten will.