Doppelt so teuer und acht Jahre später – Paulinum ist fertig

Leipzig – Der kleine Bruder draußen ist schon fertig, nun darf sich das Original, die Paulinumkirche der Universität Leipzig als vollendet bezeichnen. Am Mittwoch wurde der Bauabschluss der 1969 gesprengten Kirche gefeiert, gemeinsam mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka und Stanislaw Tillich, dem sächsischen Ministerpräsident.

 

 

Doch zu all der Euphorie, den Bau endlich Abgeschlossen zu haben, mischte sich auch ein fader Beigeschmack. So belaufen sich die Kosten des Neubaus der Paulinumkirche auf rund 117 Millionen Euro, rund 80 Millionen teurer als Anfangs geplant. Davon wurden rund 52 Millionen Euro in den Innenraum investiert. Dennoch ist der Architekt, Erik van Egeraat, mit seinem Werk zufrieden. Kritik gibt es nicht nur an dem Bau selber, sondern auch an der Veranstaltung am Mittwoch. Die Juso Hochschulgruppe Leipzig kritisierte Bauabschlussfeier – diese „instrumentalisiert die CDU dreist für ihren Wahlkampf“. Wer sich vor der Übergabe am 01. bis 03. Dezember ein Bild von der neuen Universitätskirche St. Pauli machen will, kann am Donnerstag ab 14 bis 18 Uhr einen Blick in die neue Kirche werfen. Bis in Ende des Jahres, zur offiziellen Übergabe, wird wohl auch die neue Kirchenorgel verstummen müssen.