Dr. Karl-Rothe wird geehrt

Am 20. Januar 2011 jährt sich zum 58. Mal der Todestag von Dr. Karl Rothe, der in schwerer und bewegter Zeit Oberbürgermeister der Stadt Leipzig war. Ihm zum Gedenken wird an dem am Eckhaus Dr. -Karl-Rothe-Straße 1 / Ecke Kickerlingsberg in Gohlis, wo sich früher das Wohnhaus von ihm befand, ein Gebinde angebracht.

Er führte die Stadt erfolgreich durch die wirtschaftlichen Verwerfungen der Zwischenkriegszeit. In seiner Amtszeit 1918- 1930 entwickelte sich die Leipziger Mustermesse zur wichtigsten Messe ihrer Art weltweit und Leipzig zur wichtigsten Buchstadt Europas. Der von ihm geförderte Kantor Karl Straube führte den Thomaner – Chor zu Weltruhm.

Dr. Karl Rothe ging 1930 mit 65 Jahren als hoch geachteter Politiker in den Ruhestand (sein Nachfolger wurde Dr. Carl Goerdeler), danach stellte er sein Wissen und seine ungebrochene Vitalität auch weiter seiner Vaterstadt zur Verfügung. Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurde er geächtet.

Nach dem Krieg wurde der unbeugsame Karl Rothe als Reaktionär denunziert und erneut zum diesmal endgültigen Rückzug aus der Politik gezwungen. Am 20. Januar 1953 starb Dr. Karl Rothe in Leipzig.

Diese Ehrung wird durch die Privatspende des Leipzigers Joachim Krüger ermöglicht, der Karl-Rothe noch zu dessen Lebzeiten kennen und schätzen lernte.