Drachenboote jagen über den Cossi

Stellen Sie sich mal vor: Vorn der furchterregende Kopf eines Ungeheuers, hinten ein Schwanz. Das ganze 12 Meter lang. Im Inneren 20 Menschen. Unerbittliche Duelle mitten im Wasser… Ein gefährliches Szenario – mit viel Anmut und Geschwindigkeit.

Samstag Morgen 9 Uhr am Nordstrand des Cospudener Sees. Nur die wagemutigsten sind um diese Zeit hier unterwegs. Zwischen weit aufgerissenen Mäulern und bedrohlichen Blicken. Es ist das 11. Drachenbootrennen – der Höhepunkt der Strandsaison, ein unvergleichliches Spektakel. Ein kühler Morgen, kein Sonnenstrahl in Sicht. Leuchtend dagegen die Stimmung, genau wie die Frisuren unerschrockener Männer. Mit allerlei Motiovationsgebaren machen Sie sich stark für den Wettkampf. Die insgesamt 50 Mannschaften, die heute hier in diesen Booten gegeneinander antreten. Doch erst einmal heißt es eintreten. Wärmer als die Luft, stellen die Teilnehmer erleichtert fest. Und gleich beginnt die Fahrt. Für die Los Zorros. Jede Mannschaft hat einen Trommler für den Ruder-Takt. Und Unterstützer, die am Ufer für sie kämpfen. Inzwischen macht sich die nächste Wettkampfrunde bereit. Leuchtende Farben bringen Aufmerksamkeit, weiß die Mannschaft eines Vereins, der nun auch hier antritt, um ein bisschen Schwung in die Region zu bringen. – Gemeinsam für Leipzig.

Interview: Veronika Diehn, Vorstand Verein Gemeinsam für Leipzig

Und das taten die Mitglider dann auch. Im wörtlichen Sinn. Immer nach vorn, Runde für Runde. In Windeseile. So ging das den ganzen Tag lang. Das ist nur etwas für Leute, die die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen.

Interview: Veronika Diehn, Vorstand Verein Gemeinsam für Leipzig

Nun, ganz einfach ist so ein Drachenbootrennen nicht. Eher körperlich anstrengend. Doch manch Einer liebt dieses Spektakel so heiß, da ist alles andere egal. Kaum zu glauben, dass es hier tatsächlich jemanden gibt, dem das Drachenbootrennen egal ist. Oder – Vielleicht hat er Angst?