Drama im Großraumbüro – MuKo bereitet Premiere von Sekretärinnen vor

Wer das Wort Sekretärin hört, der hat meist ein ganz bestimmtes Bild im Kopf. +++

Eine adrett gekleidete Dame, die Kaffee für den Chef kocht, seine Briefe abtippt und stundenlang telefoniert. Die Klischees reichen von der naiven Tippse bis hin zum Vorzimmerdrachen. Dabei stellt sich jedoch nie die Frage, was eigentlich in einer Sekretärin vorgeht. Welche Wünsche und Sehnsüchte hat sie?

Franz Wittenbrink gibt den Damen eine Stimme, in seinem Liederabend Sekretärinnen, welcher am 31. Januar Premiere in der Musikalischen Komödie Leipzig feiert.

Im Großraumbüro arbeiten acht Damen, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Alle haben Ecken und Kanten und auch die eine oder andere Neurose. So erleben wir die Arbeitswütige, die junge Wilde, die Missverstandene, die gute Freundin, die Mädchenhafte, die Leidenschaftliche, die Mütterliche und die Zurückhaltende. Durch diese Unterschiede ist es unvermeidbar, dass die Sekretärinnen gelegentlich aneinander geraten.

Dialoge gibt es in Wittenbrinks Liederabend nicht. Was die Damen zu sagen haben, drücken sie durch ihre Lieder aus. Und die stammen aus den unterschiedlichsten Musikgenres. Von Chanson bis Hip-Hop ist alles dabei. Allerdings nicht mehr in der Zusammensetzung von 1995, dem Jahr der Uraufführung in Hamburg.

Im grauen Büroalltag, in dem der Chef nicht mehr als eine unsichtbare Macht auf der anderen Seite der Tür ist, stellen die Sekretärinnen doch sehr bald fest, dass sie trotz aller anfänglichen Klischees gar nicht so verschieden sind. Ob sie am Ende auf einen gemeinsamen Nenner kommen, und welche Rolle der Bürojunge spielt, können Neugierige bereits am 27. Januar bei der Werkstatt in der Musikalischen Komödie erfahren.