Dreister Fake-Polizist in Plagwitz unterwegs

Leipzig – Ein Betrüger hat am Mittwoch versucht, einen 78-jährigen Leipziger um Bares zu erleichtern. Seine Masche: Ein Hausbesuch als vorgeblicher Polizeibeamter.

Die Vorgeschichte: Der gebürtige Japaner war nach einem Unfall im November bereits um 154 Euro erleichtert worden. Der damalige Unfallverursacher hatte ein paar Tage später bei ihm geklingelt und ihm den Transport mit dem Krankenwagen in Rechnung gestellt.
Offenbar wurde die Kunde um die Gutgläubigkeit des gebürtigen Japaners weiter getragen, denn es geht noch dreister: Am Mittwochmorgen bekam der Mann erneut Besuch. Diesmal von einem Polizeibeamten mit gefälschtem Ausweis.
Als der Mann die vom Fake-Polizisten geforderten 184,50 Euro nicht begleichen wollte, schrieb der ein Protokoll und verschwand zunächst, um am Mittag erneut zu klingeln. Wieder stieß auf die Verweigerung des 78-jährigen. Der falsche Polizist drohte, anderntags noch einmal zu erscheinen, und – bei anhaltendem Zahlungsunwillen – eine Verhaftung vorzunehmen.
Der Leipziger konnte durch Rücksprache mit Behörden in Erfahrung bringen, dass es sich um einen Betrüger handelt und erstattete Anzeige. Der Mann ist 1,60 Meter groß, hager und hat einen tättowierten linken Handrücken.
Nun ermittelt die echte Polizei.