Dresden Aktuell: „Schlaglöcher“, „Eis“ und „Schnee“ – die Folgen des harten Winters

Der Winter hat auf Dresdens Strassen ein Feld der Verwüstung hinterlassen. Amtsleiter Koettnitz äußert sich zum Thema Winterdienst und Schlaglöcher. +++

Lobend hob Koettnitz die Arbeit der zahlreichen Angestellten im Winterdienst hervor. Er bat aber um Verständnis, wenn in einem besonders harten Winter wie dem gegenwärtigen nicht immer und überall ein ausreichender Dienst zu gewährleisten sei. Entsprechend einem Winterdienstgrundplan seien Prioritäten zu setzen. Es sei mit den vorhandenen personellen Ressourcen und mit zu wenigen, teilweise veralteten Maschinen natürlich nicht möglich, die gesamte Stadt den ganzen Winter über vollständig zu beräumen. „Wir können nicht am Straßenrand stehen und jede Schneeflocke einzeln wegfangen“, so Koettnitz. Nicht zuletzt sei es ja auch Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger, ihren Teil dazu beizutragen, dass besonders Fußwege passierbar bleiben. Außerdem müssten die Streu- und Winterdienste darauf achten, bei ihrer Arbeit keine Fahrzeuge zu beschädigen oder mit zu viel Streusalz den Baumbestand zu gefährden.

In einem zweiten Teil seines Vortrages im Wehnerwerk ging der Amtsleiter auf das Problem Schlaglöcher ein. Auch hier stehe die Stadt, wie jedes Jahr, vor großen Herausforderungen. Besonders stark betroffen seien Straßen, die sowieso dringend saniert werden müssten, während es auf grundhaft ausgebauten Straßen wie etwa der Bergstraße kaum Probleme gäbe. Noch sei der gesamte Schaden seriös nicht abzuschätzen. Man bemühe sich aber bereits mit Sofortmaßnahmen, den Schaden in Grenzen zu halten. Jede „Flickschusterei“ sei aber letztlich teurer als das gründliche Sanieren einer Straße, so Koettnitz. Noch fehlten hier über eine halbe Milliarde Euro.

Dass die im Haushalt vorgesehenen eine Millionen Euro nicht reichen werden, davon ist Axel Bergmann, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion überzeugt. Daher hat seine Fraktion einen Antrag auf den Weg gebracht, der zum Ziel hat, den Winterdienst deutlich zu verstärken und die Schäden schnell und nachhaltig zu beseitigen. Auf der selben Veranstaltung des Bildungswerks äußerte Bergmann die Forderung an die Stadt, sich auf Landesebene für eine echte Unterstützung der Kommunen stark zu machen.

Quelle: Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V.

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