Dresden bekommt “Stadt-Euter”

Dresden - Vorwerk Podemus hat in sechs seiner Filialen Milchzapfanlagen installiert. Jeder Kunde kann so verpackungsfrei einkaufen. Wie das Prinzip funktioniert, erklärt Geschäftsführer Bernhard Probst. 

Probst legt bei seiner Bio-Landwirtschaft viel Wert auf die artgerechte Haltung seiner Milchkühe im Zschonergrund. Viel Auslauf und vor allem frisches Futter sorgen für gesunde und glückliche Tiere. Der Landwirt betont jedoch, dass die Verbraucher auch gewillt sein müssen, mehr Geld in Bio-Produkte zu investieren, denn die Haltung sei deutlich aufwendiger. Strenge Auflagen von der Politik verschaffen im Alltag zusätzliche Hürden. "Wir sind dankbar, dass wir die Milchzapfanlagen von den zuständigen Ämtern abgenommen bekommen haben, andere Milchprodukte sollen in unverpackter Form folgen", so Bernhard Probst. Nach dem Melken wird die frische Milch in der hauseigenen Molkerei pasteurisiert. "Meine Kinder und ich trinken auch unpasteurisierte Milch. In anderen EU-Ländern darf diese auch verkauft werden, nur in Deutschland wird dies zum Problem erklärt", meint der Landwirt. Nach dem vorgeschriebenen Vorgang landet die Milch in großen Kannen aus Edelstahl und wird an die Märkte in Dresden und dem Umland geliefert. Der Verbraucher kann mit seinem eigenen Gefäß oder der käuflich erwerblichen Glasflasche zum "Milch-Automaten" gehen und die gekühlte Ware in Empfang nehmen.