Dresden bereitet Winterdiensteinsätze vor

Für den Winterdienst sind auf 712 Kilometern Straßennetz fast 50 Fahrzeuge pro Schicht gerüstet. Für diesen Winter ist ein Therminalmapping (Infrarot-Aufnahmen der Straßen) geplant. Mehr unter www.dresden-fernsehen.de +++

Im Straßen- und Tiefbauamt der Stadt Dresden laufen die Vorbereitungen auf den ersten Schnee auf Hochtouren. Für den Winterdienst auf 712 Kilometern Straßennetz sind vom Regiebetrieb 24 Fahrzeuge und weitere 24 Fahrzeuge von Fremdfirmen pro Schicht gerüstet. Für die Fußwege stehen im Regiebetrieb 12 Mitarbeiter für Handstreuungen und fünf Fremdfirmen als territoriale Auftragnehmer bereit. Zur Sicherung des Schichtbetriebes und der Fahrzeugbeladung werden weitere zwei Schichtleiter und vier Mitarbeiter für Ladetätigkeiten pro Schicht im Regiebetrieb eingesetzt.

Der Winterdienstgrundplan, die Technikliste sowie Rufbereitschaftslisten und Einsatzpläne sind erstellt und aktualisiert. Letzte Absprachen mit den entsprechenden Ortsämtern sind erfolgt. Der Winterdienstplan wird nur noch mit dem DVB-Liniennetz abgeglichen. Dann unterweisen die Fachleute der Stadt die Firmen, die diesen Winter für das Straßen- und Tiefbauamt tätig sein werden. Bis Ende Oktober werden die Technik und die Fahrzeuge der Zentralen Technischen Dienste kontrolliert.

Das Straßen- und Tiefbauamt plant für diesen Winter ein Therminalmapping – Infrarot-Aufnahmen der Straßen – und damit entsprechende Streckenprognosen. Ähnlich einer Hausthermografie werden in einer klaren kalten Winternacht ohne Niederschlag definierte Straßenzüge mit einer Infrarotkamera befahren und die Abschattung zum Himmel in dem Gebiet wird aufgenommen. Diese Daten werden ausgewertet, um festzustellen sich die Temperatur an speziellen Punkten der Straßen entwickelt. Wenn Glätte diagnostiziert wird, kann das für das gesamte Stadtgebiet angenommen werden. Die Daten lassen auch Rückschlüsse zu, wie die Tauwirkung auf den Streutouren abzuschätzen sind. Bebauung und Wald werden bei der Glätteentwicklung berücksichtigt, ebenso topografische Besonderheiten. Das Therminalmapping ermöglicht es, Streckenprognosen zu entwickeln, die über Straßenzustand, Belagstemperatur und Auswirkungen von Niederschlag informieren. Der größte Gewinn jedoch wird die Streuroutendynamisierung für Straßenabschnitte und Brücken sein, da diese z. B. in einer niederschlagsfreien Nacht nur noch gezielt angefahren werden müssen. Das spart Streumittel.  
Die Lagerhallen und Silos der Landeshauptstadt sind mit Streusalz gefüllt. Die Lagerkapazität des Regiebetriebes umfasst etwa 2.500 Tonnen. Die unter Vertrag stehenden Fremdfirmen haben eine eigene Lagerkapazität von insgesamt 2.800 Tonnen. Damit stehen 5.300 Tonnen vor Winterbeginn bereit. Für die Wintersaison 2012/2013 sind Kosten für territoriale Auftragnehmer in Höhe von 1,3 Millionen Euro eingestellt. Dazu kommen dann noch die Kosten aus dem Regiebetrieb der Stadt. Deren Höhe ist vom Winter abhängig.

Dieses Jahr sind Winterdienstfahrzeuge und – technik im Wert von 968.200 Euro angeschafft worden, die auch umgerüstet im Straßenbau und im Hochwasserfall zum Einsatz kommen werden.

In der vergangenen Wintersaison November 2011 bis März 2012 kostete der Winterdienst die Stadt 777.000 Euro für Drittleistungen, 821.000 Euro für Leistungen des Regiebetriebes und 225.000 Euro für Streumaterial.

Quelle: Stadt Dresden

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