Dresden demonstriert friedlich gegen Rechts

10.000 Menschen auf der Auftaktkundgebung unter dem Motto “Gegen Nazis – Für einen antifaschistischen Konsens“ +++ Bündnis Dresden Nazifrei sieht sich im Kurs bestätigt +++

Pressemitteilung von „Nazifrei! – Dresden stellt sich quer“ – Stand 12 Uhr

An der Auftaktkundgebung zur Demonstration des Bündnis „Nazifrei! – Dresden
stellt sich quer“ nehmen bereits 10.000 Menschen teil. Die Demonstration unter
dem Motto „Gegen Nazis – Für einen antifaschistischen Konsens“ hatte das Bündnis
organisiert nachdem sich abzeichnete, dass die Neonazis in diesem Jahr wohl
nicht noch einmal versuchen, ein zweites Mal in Dresden aufzumarschieren.
Bereits am Montag war es 6000 Menschen gelungen die Route der Neonazis, die
einen Fackelmarsch geplant hatten, zu blockieren und damit auf 1200 Meter zu
verkürzen.
Franziska Radtke, Sprecherin des Bündnisses, zieht eine erste Bilanz: „Es
scheint ein großes Bedürfnis danach zu geben, sich weiterhin in Dresden zu
engagieren. Die Leute haben erkannt dass das Problem nicht damit gelöst ist, den
Naziaufmarsch geknackt zu haben. Vielmehr gilt es, einen antifaschistichen
Grundkonsens im Alltag zu etablieren und wachsam zu sein, dass es solche
Aufmärsche in Dresden nicht mehr geben wird.“

Die Demo wird auch am sächsischen Innenministerium vorbeiführen. Dort soll mit
Redebeiträgen und Transparenten damit aufmerksam gemacht werden, dass auch die
Landesregierung lange Zeit die rechten Umtriebe in der Region ignoriert und
damit den Nazis Tür und Tor geöffnet hat. Die Abschlusskundgebung wird vor den
Haus der Begegnung in der Großenhainer Straße stattfinden. Das Haus, in dem sich
unter anderem das Pressebüro des Bündnisses befunden hatte, war im letzten Jahr
nach den Blockaden gegen den Naziaufmarsch am 19.2. gestürmt worden.
Auch Ringo Bischoff, Bundesjugendsekretär der Gewerkschaft ver.di, demonstriert
heute mit. Die Gewerkschaftsjugend hatte mit zu der Großdemonstration
mobilisiert. „Es ist überwältigend wie viele Menschen sich heute hier
eingefunden haben“, sagt er. „Tausende zeigen: Hier ist kein Platz mehr für
Nazis – der Aufmarsch ist Geschichte. Gleichzeitig sind wir hier um zu
verdeutlichen, dass zivilgesellschaftliches Engagement notwendig ist. Der Erfolg
gegen die Nazis gibt uns recht: Blockaden sind ein legitimes Mittel, um sie zu 

stoppen. In Dresden und überall!“

Quelle: Bündnis „Nazifrei! – Dresden stellt sich quer“

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