Dresden ehrt Gorbatschow – Tillich lobt Friedensengagement

Mit dem erstmals vergebenen “Dresden-Preis“ ist am Sonntag der sowjetische Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow geehrt worden. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt er vom Verein Friends of Dresden Deutschland. +++

Ministerpräsident Tillich würdigt Gorbatschows Friedensengagement Dresden:

Bei der Verleihung des „Dresden-Preises“ an Michail Gorbatschow hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich den früheren Präsidenten der Sowjetunion für sein Friedensengagement gelobt. Er habe entscheidend dazu beigetragen, dass der Kalte Krieg zu Ende ging, so der Ministerpräsident. Zugleich habe Gorbatschow bewiesen, dass Veränderung auch Schritt für Schritt von innen heraus kommen könne.Tillich: „Michail Gorbatschow ist ein würdiger Preisträger für den ersten Dresden-Preis. Von Dresden soll noch häufiger ein Signal ausgehen, dass Versöhnung und Verständigung der einzig richtige Weg ist. Dafür ist Michail Gorbatschow ein Vorbild. Um die Probleme der Zeit zu lösen, brauchen wir immer wieder neues Denken, das neue Wege vorbereitet. Deshalb ist er ein Vorbild weit über die historische Situation hinaus, ein Vorbild auch für unsere Zukunft.“

Die Auszeichnung erhielt der Friedensnobelpreisträger für seinen herausragenden Beitrag zur weltweiten Konflikt- und Gewaltprävention, insbesondere für sein Engagement für ein atomwaffenfreies Europa. Des Weiteren wurde mit dem „Dresden-Preis“ Gorbatschows Beitrag zum friedlichen Verlauf der demokratischen Umgestaltung in Deutschland und Osteuropa im Jahr 1989 gewürdigt. An der Preisverleihung nahmen unter anderem Bundesaußenminister a. D. Hans-Dietrich Genscher, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Friends of Dresden“, Dr. Günter Blobel, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler, die sächsischen Staatsminister Prof. Georg Unland und Markus Ulbig sowie Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz teil.

Der „Dresden-Preis“ wird von den „Friends of Dresden Deutschland“ ausgelobt und ist mit 25.000 Euro dotiert, die von der Klaus-Tschira-Stiftung gestiftet werden. In Mahnung an das Schicksal Dresdens im Zweiten Weltkrieg würdigt der Preis Persönlichkeiten, die durch außergewöhnliche Leistungen dazu beigetragen haben, Konflikte, Gewalt und Eskalationen zu verhindern. Die Auszeichnung soll fortan jährlich vergeben werden.

Quelle: Sächsische Staatskanzlei

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