Dresden erlebt den kältesten Januar seit 1987

Der Januar ist mit einer Durchschnittstemperatur von minus 4,4 Grad deutlich kälter als das Mittel der letzten Jahre. Unter den seit 1917 gemessenen Januartemperaturen liegt er an zehnter Stelle. +++

  Mit minus 7,5 °C war es 1987 zum letzten Mal noch eisiger. Entsprechend hoch war im zurückliegenden Januar der Heizenergieverbrauch, er lag um etwa 25 Prozent über dem mittleren Monatsbedarf der letzten zehn Jahre. Noch vor 50 bis 70 Jahren fror die Elbe bei vergleichbaren Wetterlagen noch regelmäßig zu. Dies war zum Beispiel 1940, 1942, 1947, 1954 und 1963 der Fall.

Andererseits wurden erst kürzlich positive Temperaturrekorde verzeichnet. So waren die letzten drei Wochen des meteorologischen Herbstes im Jahr 2009, der am 30. November endet, die wärmsten, seit vergleichbare Temperaturaufzeichnungen für den Raum Dresden vorliegen. Bemerkenswert ist, dass allein fünf der zwölf wärmsten Perioden in dieser Zeitspanne des Herbstes ab dem Jahr 2000 auftraten. Das verdeutlicht trotz der gegenwärtigen kalten Winterepisode den weiter ansteigenden Temperaturtrend in Mitteleuropa.

Entsprechende Aussagen zum Klima beruhen stets auf Messreihen, die über mehrere Jahrzehnte laufen. Im aktuellen Umweltbericht der Landeshauptstadt Dresden kann man nachlesen (unter www.dresden.de/umweltbericht), dass selbst ein sehr strenger Winter wie im Jahr 1963 die Tendenz weiter steigender Temperaturen nicht in Frage stellt.

Quelle: Stadt Dresden

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