Dresden feiert 30 Jahre Integrationsbeauftragte

Dresden - Vor 30 Jahren begann die erste Ausländerbeauftragte in Dresden mit ihrer Arbeit. Ebenso lange bemühen sich die Interkulturellen Tage um ein friedliches und konstruktives Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Gestern fand im Rathaus die Abschlussveranstaltung zum runden Jubiläum statt.

Jubiläen wie diese bieten Gelegenheit, einmal Bilanz zu ziehen über Höhen und Tiefen, Erfolge und Misserfolge in den Bemühungen der kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten. Deren Arbeit sei enorm wichtig, so die sächsische Sozialministerin Petra Köpping. Das Zusammentreffen verschiedener Kulturen sei begleitet von verschiedenen Reaktionen, oft auch negativen wie Isolation oder Parallelgesellschaften, sagte der ehemalige sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo.

1990 begann Marita Schieferdecker-Adolph als erste Ausländerbeauftragte der Stadt mit ihrer Arbeit. Es folgte Dr. Uta Kruse. Heute bekleidet Kristina Winkler dieses Amt. Sie hat 2016 das Islamisches Neujahr in Dresden ins Leben gerufen, eine Veranstaltung, aus der inzwischen das Friedensfest der Kinder Abrahams geworden ist, das Muslime, Juden und Christen in Dresden gemeinsam feiern. Eine Erfolgsgeschichte, so Kristina Winkler.