Dresden hat Nazis satt

Mit verschiedenen Aktionen haben engagierte Dresdner Bürger am Sonnabend gegen einen Neonazi-Aufmarsch protestiert.

Rund 1.000 Demonstranten harrten trotz eisiger Kälte stundenlang auf der Augustusbrücke aus und verwehrten so den Rechtsextremisten die geplante Route. An anderer Stelle hatten Kirchen, Vereine, Parteien und Gewerkschaften zu einer „Meile der Demokratie“ aufgerufen.  Am Abend leuchtete ein aus Kerzen gebildeter Schriftzug „Diese Stadt hat Nazis satt“ vor der Frauenkirche.
Anlass der Demonstrationen und Aktionen war der 61. Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Die rechte Junge Landsmannschaft Ostpreußen hatte unterstützt von der rechtsextremen NPD zu einem „Trauermarsch“ für die Opfer der Luftangriffe am 13. und 14. Februar 1945 aufgerufen. Dresdens Bürger hingegen machten deutlich, dass sie in ihrem Gedenken alle Opfer von Krieg und Nationalsozialismus einschließen und um Versöhnung werben.