Dresden heizt Kulturhauptstadtbewerbung an

Dresden – Die Sächsische Landeshauptstadt möchte 2025 europäische Kulturhauptstadt werden. Im Bewerbungsverfahren gibt es möglicherweise ein sächsisches Städteduell. Chemnitz; die Stadt der Moderne hat ihren Hut in den Ring geworfen. Der Chemnitzer Stadtrat entscheidet am Abend über die Bewerbung. Derweil sucht Dresden das Gespräch mit seinen Mitbewerbern in einer „Konferenz der Konkurrenten“.

Vom 21. bis 23. September soll in Dresden eine sogenannte Konferenz der Konkurrenten stattfinden. Dazu will die sächsische Landeshauptstadt alle potentiellen Bewerber der Bundesrepublik einladen. Im Mittelpunkt der Konferenz soll dabei vor allem der Gedankenaustausch stehen. Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch erhofft sich davon einen Gewinn für alle Bewerberstädte. Seit Oktober 2016 läuft daher die erste Phase der Bewerbung als Kulturhauptstadt. In dieser wurden insbesondere die Dresdner durch eine Postkartenaktion mit einbezogen. Auf die Frage „Was ist für Sie Kultur?“ antworteten viele der Teilnehmer, das für sie der Umgang untereinander im Vordergrund stehe. Aus diesem Grund könne die Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 keine reine Imagekampagne sein.

Im Mittelpunkt der Bewerbung steht das Projekt „10 x 2025 Euro für 2025.“ Inspiriert von einer Initiative der spanischen Stadt San Sebastián will die sächsische Landeshauptstadt zehn Mirkoprojekte mit jeweils 2025 Euro unterstützen. Ziel sei es dadurch neue Ideen auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Im Sommer 2017 soll im neuen Kulturpalast ein Kulturbüro eingerichtet werden. Wie schon im vergangenen Jahr wird das Team um Leiter Stephan Hoffmann von dort aus, den Dialog mit den Dresdnern fortführen.