Dresden ist nazifrei – Überblick über den 18. Feburar in Dresden

18. Feburaur nazi- und gewaltfrei. +++ Positive Bilanz auf allen Seiten – auch bezüglich des 13. Februars. +++ Beteiligten hoffen nun auf Ende der Nazigroßaufmärsche in Dresden. +++

Der Dresdner Hauptbahnhof wirkte am Samstag wie ein Volksfestgelände. Obwohl die angemeldeten Veranstaltungen von rechter Seite abgesagt wurden und keine Rechtsextremen zu sehen waren, versammelten sich über 10.000 Menschen, friedlich, mit viel Musik und guter Laune, um gegen Rechts zu demonstrieren.

Umfrage unter Demonstranten, mit: Richard Kaniewski (SPD), Stadtrat/Eva Jähnigen (B´90/Die Grünen), Landtagsabgeordnete/Christian Thiele, Dresdner/Stefan Thiel, Sprecher Bündnis Dresden Nazifrei (im Video)

Der Demonstrationszug unter dem Motto: „Gegen Nazis – Für einen antifaschistischen Konsens“ ging vom Hauptbahnhof zur Synagoge, weiter zum Innenministerium bis zum Haus der Begegnung auf der Großenhainer Straße in Dresden.

Nachdem es im Zuge der Demonstrationen im vergangenen Jahr zur massenhaften Handydatenerfassung und Strafverfolgung von Demonstranten kam, wurde am Samstag auch gegen das Vorgehen der Sächsischen Behörden protestiert.

Interview mit Stefan Thiel, Sprecher Bündnis Dresden Nazifrei (im Video)

Mit dem Verlauf der Demonstrationen am 13. Februar in diesem Jahr, waren Parteien, Bürger und Initiativen allerdings zufrieden.

Umfrage unter Demonstranten, mit: Richard Kaniewski (SPD), Stadtrat/Eva Jähnigen (B´90/Die Grünen), Landtagsabgeordnete/Christian Thiele, Dresdner/Stefan Thiel, Sprecher Bündnis Dresden Nazifrei (im Video)

Auch auf dem Schlossplatz sollte ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt werden.Unter dem Motto: „Mit Mut, Respekt und Toleranz – Dresden bekennt Farbe“ versammelten sich über 1.500 Menschen, um an der Veranstaltung der AG 13. Februar teilzunehmen.

Interview mit Christoph Schneider, Versammlungsleiter AG 13. Februar (im Video)

Auf der Veranstaltung sprach auch die Dresdnerin Nora Lang, die mit ihrer Familie die Bombardierung der Stadt überlebte.

Auszug aus der Rede der Dresdner Zeitzeugin Nora Lang (im Video)

Bevor die Teilnehmer der Kundgebung gemeinsam über den Theaterplatz und den Postplatz zur Synagoge gingen, gedachte der ehemalige Bundesjustizminister und früherer Oberbürgermeister Münchens, Hans-Jochen Vogel, in seiner Rede den Opfern des NS-Regimes.

Auszug aus der Rede des ehemaligen Bundesjustizminister Hans-Jochen Vogel (SPD) (im Video)

Hans-Jochen Vorgel erinnerte außerdem an die vom Nationalsozialistischen Untergrund ermordeten Migranten und sprach sich für ein NPD-Verbot aus.

Für Dresden war der 18. Februar ein voller Erfolg. Die Stadt blieb nazi- und gewaltfrei. Das Engagement von Parteien, Bündnissen, Kirchen und Bürgern hat sich gelohnt. Dieser Triumph lässt darauf hoffen, dass der jährliche Nazigroßaufmarsch für immer Geschichte ist.

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