Dresden möchte die Filmnächte am Elbufer fortführen

Die Stadt Dresden wird den Stadträten empfehlen, den Vertrag mit der PAN GmbH zur Sicherung der Filmnächte am Elbufer um weitere 10 Jahre zu verlängern. Der Finanzausschuss soll dies am 23. April beschließen. +++

Eine entsprechende Verwaltungsvorlage, die vorsieht den Vertrag ab 2016 fortzuführen, wurde an die Stadträte übermittelt, nachdem der Vertragsentwurf bereits mit dem Veranstalter ausgehandelt wurde. Der Finanzausschuss soll am 23. April 2012 beschließen.

Die notwendigen vertraglichen Vereinbarungen mit dem Eigentümer des Grundstücks, dem Freistaat Sachsen, wurden ebenfalls zuvor positiv abgeschlossen. „Die Dresdner Filmnächte haben sich zu einem überregionalen Magneten für Filme und Konzerte entwickelt. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Veranstaltern der Filmnächte ist angesichts der Erfolgsgeschichte nur folgerichtig. Mit dieser Vertragsverlängerung kann eine der  wichtigsten Open-Air-Veranstaltungen in Dresden langfristig gesichert werden“, sagt Kai Schulz, Pressesprecher der Stadt Dresden.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

Mitteilung der Filmnächte am Elbufer

In den letzten Monaten hat die PAN GmbH mit der Stadt Dresden intern auf Fachebene über eine vorzeitige Vertragsverlängerung des bis derzeit 2015 datierten Vertrages zur Nutzung des Areals am Königsufer verhandelt. Nachdem sich die Stadt Dresden gemeinsam mit der PAN GmbH vor kurzem über eine Verlängerung des Vertrages bis Ende 2025 geeinigt hatten, soll dies nun im nächsten Schritt im Ausschuss Finanzen und Liegenschaften am 23. April behandelt werden.

Wie in den Jahren zuvor stehen die Filmnächtemacher den Mitgliedern des Finanzausschusses dabei, wenn es gewünscht wird, für detaillierte Auskünfte zum Vertrag zur Verfügung. „Da die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Land und den Filmnächten stets von Transparenz und gegenseitigem Vertrauen geprägt war, geben wir den Stadträten natürlich gern Auskunft über die bisherigen und die geplanten Investitionen“, sagte Filmnächte-Sprecherin Viktoria Franke.

Die Verhandlungen waren notwendig geworden, weil neuerliche große Investitionen in das Filmnächteareal geleistet werden sollen und müssen. „Da das Königsufer sich im öffentlichen und nicht im Eigentum der Filmnächtemacher befindet, benötigen wir Planungssicherheit und berechenbare Rahmenbedingungen, damit sich unsere privaten Investitionen in das Areal auch wirtschaftlich darstellen lassen“, erklärt Viktoria Franke.

Insbesondere der Filmnächtegarten direkt unterhalb des Finanzministeriums, der einzige überdachte und damit regensichere Bereich des Open-Air-Geländes und Ort für einen wesentlichen Teil des technischen Equipments, bedarf einer Erneuerung, um zum einen die baupolizeilichen Auflagen der Stadt Dresden zu erfüllen und zum anderen die positive Entwicklung der Filmnächte am Elbufer fortzuschreiben.

Die Erfolgsgeschichte der Filmnächte am Elbufer befindet sich nunmehr im 22. Jahr. Kurz nach der Wiedervereinigung, im Jahr 1991, hatten die Filmnächtemacher Matthias Pfitzner, Jörg Polenz und Johannes Vittinghoff die Idee zu dieser besonderen Form des Kinoerlebens in Dresden. Mit viel Engagement, Kreativität und Risikobereitschaft sowie erheblichen privaten Investitionen haben sich die Filmnächte zu dem entwickelt, wie wir sie heute kennen – dem wohl schönsten und größten Open-Air-Kino Deutschlands mit jährlich über 150.000 Film- und Konzertbesuchern.

Die Entwicklung war seit jeher von enormen Investitionen in den Standort am Königsufer gekennzeichnet. So wurde beispielsweise 2004 in eine neue mobile Leinwand investiert, um so die Anforderungen der Stadt Dresden, im Falle eines Hochwassers die Leinwand zügig abzubauen, erfüllen zu können und eine Leinwandlösung zu finden, die sich besser als eine statische Variante in das sensible Stadtbild integrieren lässt. Allein der Ab- und Wiederaufbau dieser Leinwand schlägt im Fall der Gefahr von Hochwasser übrigens mit gut 90.000 Euro zusätzlich zu Buche. Bis zu drei Mal in einer Saison mussten die Filmnächte in den vergangenen Jahren die Leinwand aufgrund von Hochwassergefahr auf eigene Kosten ab- und wiederaufbauen.

Darüber hinaus führte die PAN GmbH im Jahr 2008 die 401.000 Euro teure, aufwendige und denkmalgerechte Sanierung der imposanten Treppenanlage am Königsufer, die inzwischen auch für andere Veranstaltungen genutzt werden kann, durch. Ebenso wurden ein Zu- und Abwassersystem sowie eine eigene Trafostation gebaut, da das Gelände medientechnisch nicht erschlossen war. Doch der Aufwand lohnt sich trotz des immer vorhandenen Wetterrisikos: Seit 1991 strömten über 2 Millionen Kino- und Konzertfans ans Königsufer. Zudem sind die Filmnächte am Elbufer zu einem Touristenmagneten und sympathischen Werbeträger mit überregionaler Ausstrahlungskraft für die sächsische Landeshauptstadt geworden.

Quelle: Zastrow + Zastrow GmbH
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