Dresden Monarchs feiern Sieg über Essen

Die Dresdner Footballer haben ihr Heimspiel gegen die Assindia Cardinals mit 50:14 gewonnen. +++

Bereits der Hinspielerfolg (51:7) der Monarchs in Essen ließ erahnen, welch ungleiches Duell im Rückspiel auf Dresdens Footballfans warten würde. Dennoch fanden am Sonnabend knapp 1.200 Zuschauer ihren Weg ins heimische Heinz-Steyer-Stadion.

Von Minute eins an sollte sich diese Mühe lohnen. Überlegen und teils spektakulär lösten die Königlichen ihre letzte Pflichtaufgabe in dieser Saison. Dank eines ungefährdeten 50:14-Erfolges feiert Dresdens Football-Bundesligist drei Spieltage vor Ende der regulären Saison den Klassenerhalt. „Ich bin zufrieden mit der heutigen Leistung des Teams. Die Mannschaft hat sich zu keinen Gastgeschenken hinreißen lassen, hat Essen in Defensive und Offensive durchgehend in Schach gehalten und damit verdient gewonnen“, lobt Cheftrainer Gary Spielbuehler.

Auch wenn längst nicht alles gelang, unnötige Strafen und Fehler auch an diesem Spieltag immer wieder für kleine Dämpfer sorgten, ließen sich die Monarchs nicht beirren. Allein Essen zeigte sich gegen Ende der Partie frustriert. Doch dies ist selbst aus Sicht neutraler Beobachter durchweg verständlich und nachzuvollziehen.

Schließlich kam Essen nie wirklich ins Spiel. Zu überlegen war Dresdens Laufangriff, zu dominant die königliche Defensive. Fast leid konnten einem da die Spieler Essens tun. So sehr sich das Team von Headcoach Dan Zeleznik auch mühte, nichts wollte gelingen.

Nach einem ersten verschossenen Fieldgoal Dresdens, einem missglückten Drive der Cardinals gefolgt von einer sehenswerten Interception der Essener Defensive brachen die Gäste mannschaftlich geschlossen ein. Zwar gelang es noch den ersten von vier Touchdowns eines erneut überragend spielenden Larry Croom (7:0) zu kontern. Doch schon da bewegte weniger Essens Angriff als eine Kooperation aus Dresdner Fehlern und zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen das Spielgerät. Tobias Lupp vollendete die schwarz-weiß-goldene Gemeinschaftsproduktion mit seinem Pass auf Jimmy Lee Malone, Essens unbestritten besten Spieler des Tages (7:6, PAT nicht gut).

Essens Freude währte entsprechend kurz. Nun zogen die Monarchs an. Knackige Läufe auf der einen Seite, eine bärenstarke Defensive auf der anderen, Dresdens GFL-Kader machte keine Gefangene, marschierte jetzt nach Belieben. Mit Touchdown-Läufen von Ryan Downard, Lucas Wetzel und Larry Croom (3 Stück) zogen die Goldenen bis zum Ende des dritten Viertels auf 43:6 davon. Erst jetzt zeigte Gary Spielbuehler Erbarmen, stellte sowohl das Spielsystem als auch seine Positionsgruppen kräftig um. Fast jeder im Team bekam nun Spielminuten und Gelegenheiten sich zu präsentieren.

Dominierte bis zu diesem Zeitpunkt klar der Lauf, durfte Dresdens Quarterback Eric Seidel nun auch zunehmend den Wurf versuchen. Allein die Ergebnisse stellten sich in der Folge nicht ein. Unverhofft kam Essens Jimmy Lee Malone zu seinem zweiten Touchdown des Tages (43:14, Two-Point-Conversion gut). Ein Blackout einer komplett umgestellten Monarchs-Defensive liefert hier die nötige Schützenhilfe. So darf es nicht enden, dachte sich in diesem Moment wohl Lucas Wetzel und lief kurz darauf zum letzten Touchdown eines durchweg gelungenen Tages (50:14).

Was blieb, war eine zu recht frustrierte Essener Mannschaft und ein durchweg zufriedenes Dresdner Team. Es bleibt zu befürchten, dass Essen mit dieser Leistung in die zweite Liga rutschen könnte. Als Sechster der GFL-Nord wartet nach Ende der regulären Saison der Zweite der GFL2-Nord. Derzeit wären dies die Lübeck Cougars. Dresden hingegen bleiben drei Spieltage zum Genießen und eine fast verschwindend geringe Hoffnung, doch noch die Playoffs zu erreichen. Doch dafür müssten nicht nur Siege gegen Düsseldorf, Braunschweig und Kiel her, sondern auch reichlich Glück.

Quelle: Dresden Monarchs

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