Dresden Prohlis/Pieschen: Entsorgtes Diebesgut führte nach elf Jahren zum Täter

Eine 74-jährige Spaziergängerin fand am 19. März diesen Jahres in der Nähe der Hellerhofstraße 27 in Dresden Pieschen Handtaschen und 16 Portmonees.

Bereits eine Woche zuvor hatten Beamte des Polizeireviers Dresden-Prohlis an der Conrad-Felixmüller-Straße einen ähnlichen Fund gemacht.

Gemeinsam mit ihren Pieschener Kollegen überprüften sie alle Gegenstände. Schnell stellten sich Parallelen heraus, da es in beiden Fällen gleiche Geschädigte gab.

Ein Brief und ein Pullover brachten die Ermittler schließlich auf die Spur des gesuchten Diebes. Bürgerpolizisten konnten einen bunten Norwegerpullover einem 38-jährigen Dresdner zuordnen. Ein an den selben Mann adressierter Brief erhärtete den Verdacht der Ermittler. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am 15. August stellten die Dresdner Polizei weiteres Diebesgut fest.

Durch die umfangreichen Auswertungen konnte die Dresdner Polizei 65 Diebstähle und Unterschlagungen aufklären. Die älteste nachgewiesene Straftat beging der Dresdner im Dezember 1995, die jüngste im Juli 2006.

Die Ermittler stellten insgesamt 89 Gegenstände (Ausweise, Digitalkameras, EC-Karten, Handys) sicher. Der 38-Jährige räumte in seiner Vernehmung alle vorgeworfenen Straftaten ein.

Der Dieb beging die Straftaten vor allen in den Stadtgebieten Dresden Prohlis, Dresden-Pieschen und Dresden-Neustadt. Die Handtaschen stahl er meist aus Wohnungen, Hausfluren, Kindergärten und Büros. Die Schadenssumme wurde auf mindestens 10.000 Euro beziffert.

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