Dresden schätzt Flutschäden auf bis zu 100 Millionen Euro

Die Elbe zieht sich in Dresden langsam zurück und nach und nach wird das ganze Ausmaß der Zerstörung deutlich. +++

Oberbürgermeisterin Helma Orosz hat schätzt die Schäden an der öffentlichen Infrastruktur auf bis zu 100 Millionen Euro. Bis Montag muss die Stadt ein erstes Schadensbild an den Freistaat melden. Dann geht es auch an die Finanzierung des Wiederaufbaus.
 
Interview im Video mit Helma Orosz (CDU) Dresdner Oberbürgermeisterin

Drei Dresdner Schulen wurden vom Hochwasser besonders hart getroffen. Darunter die als Ausweichstandort genutzte Schule am Terrassenufer. Das Ende bedeutet das Hochwasser nicht für die Schule, das Inventar wurde gerettet und Sandsäcke haben schlimmeres verhindert. Doch jetzt geht es mit Hochdruck ans Aufräumen und Saubermachen. Im Sommer soll die 56. Mittelschule hierhin ausgelagert werden, sonst ist dort der Baustart in Gefahr.

Der Schulausfall wurde so gering wie möglich gehalten und eine Notversorgung sicher gestellt, auch wenn das nicht in allen Fällen ganz rund lief.

Eine Mutter aus der wegen Hochwasser geschlossenen 44. Grundschule in Tolkewitz wandte sich mit diesem Problem an uns:

Unsere Kinder gehen in die Ersatzbetreuung der 108. Grundschule, da ihre Schule vom Hochwasser betroffen ist und wir Eltern nicht von der Arbeit frei nehmen können. Für diese Kinder wird kein warmes Mittagessen bereitgestellt, obwohl für die anderen aus der Ersatzschule genügend vorhanden ist. Unsere Kinder zahlen immer pünktlich Essensgeld und müssen nun im Speiseraum mit Wurstbrot zuschauen.

Interview im Video mit Falk Schmidtgen, Leiter Schulverwaltungsamt

Die nächste Katastrophe- sie ist hoffentlich noch fern. Doch Helma Orosz gab am Mittwoch zu bedenken: Der Begriff „Jahrhunderthochwasser“ kann wohl ad acta gelegt werden.

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