Dresden soll Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen auflösen

Deadline bereits Ende des Jahres. +++ Wer dann die Kita- und Hortplätze koordinieren soll, ist unklar. +++

Dresdens Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen, der Kita- und Hortplätze in der Stadt koordiniert, droht die Auflösung. Die Landesdirektion Sachsen hat jetzt die Übertragung von hoheitlichen Aufgaben der Stadt an den Eigenbetrieb beanstandet und eine Frist zur Auflösung bis Ende des Jahres gesetzt.

Die Gründung hatte der Dresdner Stadtrat vor über 10 Jahren beschlossen, aber erst jetzt hat ein privater Betreiber einer Kita Beschwerde dagegen eingelegt.

Die Landesdirektion kritisiert vor allem, dass der Eigenbetrieb typische Verwaltungstätigkeiten übernimmt. Wie die Fortschreibung der Bedarfspla­nung und die Förderung der Träger der freien Jugendhilfe.

Dresden will Widerspruch einlegen. Sozialbügermeister Martin Seidel sagte dazu:

„Gerade wegen der Organisationsform des Eigenbetriebes waren wir in den letzten Jahren flexibel genug, um kurzfristig mit neuen Kitas und mehr Personal auf den Dresdner Geburtenboom und die enormen Zuzüge zu reagieren. Es ist auch wichtiger, dass wir jetzt den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erfüllen und Kapazitäten schaffen, als kurzfristig den Eigenbetrieb umzuorganisieren.“
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