Dresden-Strehlen wärmster Ort in diesem Herbst

Der Herbst 2014 war der zweitwärmste seit Beginn der flächendeckenden Messungen 1881. Dresden-Strehlen registrierte neben Bernburg an der Saale mit 28,8°C am 6. September den höchsten Wert im Herbst. +++

Sachsen: In Sachsen lag die Temperatur bei 11,0°C (8,8°C), die Niederschlagsmenge bei 144 l/m² (155 l/m²) und die Sonnenscheindauer bei 313 Stunden (319 Stunden). Dresden-Strehlen registrierte neben Bernburg an der Saale mit 28,8°C am 6.9. den höchsten Wert im Herbst 2014.

Insgesamt war nur der Herbst 2006 wärmer als der diesjährige. Zugleich fiel die Jahreszeit zu trocken und leicht zu sonnenscheinarm aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen. Während sich im September vielfach unterschiedliche  Wetterlagen zeigten, herrschten im Oktober und November überwiegend süd- bis südwestliche Strömungen, die immer wieder warme Luftmassen nach Mitteleuropa transportierten.

Im Herbst 2014 lag die Durchschnittstemperatur in Deutschland mit 11,1 Grad Celsius (°C) um 2,3 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961 – 1990. Andererseits blieben auch die Nächte recht mild und nur vereinzelt sank das Quecksilber unter den Gefrierpunkt. Der bundesweit kälteste Ort war Schmalkalden mit  -5,5°C am 26. November.  

Nach dem nassen Herbst 2013 fiel er 2014 mit etwa 150 Litern pro Quadratmeter (l/m²) um 18 Prozent zu trocken aus. Im vieljährigen Mittel sind es 183 l/m². Besonders in Nord- und Nordostdeutschland zeigte sich ein erhebliches Niederschlagsdefizit. Vom nördlichen Niedersachsen bis zur Niederlausitz fiel örtlich weniger als 70 l/m² und damit verbreitet nicht einmal 50 Prozent des Klimawertes.

Der Herbst 2014 blieb in Deutschland mit  295 Sonnenstunden um 5 Prozent unter seinem Soll von 311 Stunden. Den meisten Sonnenschein erhielt ein Streifen vom südlichen Schwarzwald bis zum Werdenfelser Land mit bis zu 385 Stunden. Im Schatten lagen dagegen Nebelgebiete an der Donau sowie einige Bereiche der Mittelgebirge mit teilweise unter 200 Stunden. 

Quelle: Deutsche Wetterdienst (DWD)