Dresden stutzt die Roten Raben – Neuauflage des Vorjahres-Finals gegen Schwerin perfekt

Die Volleyballerinnen des DSC stehen nach dem klaren Sieg über die Roten Raben Vilsbiburg zum dirtten mal in Folge im Play-Off-Finale um die Deutsche Meisterschaft. Gegner wird wie schon im letzten Jahr der Schweriner SC sein. +++

Die Serie hält: Der Dresdner SC steht auch im dritten Jahr in Serie im Play-off-Finale um die Deutsche Meisterschaft – wie gewohnt gegen den ewigen Konkurrenten und Titelverteidiger Schweriner SC. Im entscheidenden Halbfinalspiel um die Endspiel-Teilnahme setzten sich die Dresdnerinnen problemlos mit 3:0 (25:18, 25:21, 25:21) bei den Roten Raben Vilsbiburg durch.

Und auch diese Serie hat Bestand: Seitdem die Roten Raben Vilsbiburg in der neuen Ballsporthalle spielen, hat der Dresdner SC jedes Spiel dort gewonnen. Die mit Spannung erwartete dritte und entscheidende Halbfinalpartie war eine der eindeutigsten Begegnungen im Klassiker zwischen DSC und RRV. Dresden setzte die Gastgeber mit einer rundum gelungenen Leistung von Beginn an unter Druck. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Das Team von Trainer Alexander Waibl zeigte sich vor 1485 Zuschauern deutlich verbessert in der Angriffseffizienz. Martina Utla punktete wieder zuverlässig und Diagonalangreiferin Lisa Izquierdo erwischte erneut einen traumhaften Abend. Mit 21 direkten Zählern und einer Angriffseffizienz von 59 Prozent wurde die Schülerin zum MVP des Spiels gewählt.

Vilsbiburg verstand es hingegen nicht wie im Spiel in Dresden am vergangenen Samstag, den Konkurrenten unter Druck zu setzen. In keinem der drei Sätze waren die Raben in der Schlussphase in der Lage mitzuhalten. So endete das letzte Spiel des in Richtung Schweiz abwandernden Raben-Cheftrainers Guillermo Gallardo mit einer deutlichen Pleite.

Neuauflage des Duells der Leuchttürme des Frauen-Volleyballs

Dresden feierte den Finaleinzug euphorisch mit seinen mitgereisten Fans. Nun kommt es zur Neuauflage der Endspiele der vergangenen beiden Jahren: beide Male gewannen die Norddeutschen. Nur 2007, als der DSC zum zweiten und bis dato letzten Mal Deutscher Meister wurde, setzten sich die Sächsinnen gegen den ewigen Rivalen in der Meisterrunde durch. An diesem Samstag steigt in Schwerin das erste von maximal fünf Finalspielen nach dem Modus „best of five” (ab 18:50 auf www.DVL-live.tv).

Dass sich beide Klubs im Finale begegnen, ist die logische Konsequenz der Entwicklung der vergangenen Jahre. Denn sportlich und wirtschaftlich sind beide Vereine die Leuchttürme des Frauen-Volleyballs hierzulande. Seit der vergangenen Saison spielen beide Klubs gemeinsam in der Champions League und haben in den Duellen gegen die europäischen Topteams einen Leistungssprung gemacht.

Und auch was das Umfeld angeht, arbeiten die Klubs aus den Volleyball-Hochburgen am professionellsten. In Dresden ist zuletzt gar ein richtiger Volleyball-Boom ausgebrochen. Bei sechs der letzten acht Heimspiele in der Dresdner Margon-Arena waren die 3000 Plätze komplett ausverkauft, zuletzt waren die Tickets schon lange vor Anpfiff vergriffen. Das wird in der Finalserie gegen den großen Rivalen Schweriner SC nicht anders sein.

Sportlich scheint Schwerin zwar nach wie vor einen Schritt vor Dresden zu liegen. Nach der traumhaft sicheren Hauptrunde und den erstaunlich wackeligen Viertelfinalspielen gegen den SC Potsdam fand das Team von Trainer Teun Buijs zurück in den Rhythmus und ließ dem VC Wiesbaden keine Chance. Dresden hatte in dieser Saison hingegen zahlreiche Verletzungsprobleme und musste auch in den Halbfinalspielen auf Diagonalass Judith Pietersen verzichten.

Zudem bleibt kaum Zeit zur Regeneration. Während Schwerin das Finale bereits vor einer Woche klargemacht hatte, musste Dresden in die Verlängerung. Nur kurze Zeit nach der Rückreise aus Vilsbiburg werden Spielführerin Stefanie Karg und ihre Kolleginnen wieder in den Bus Richtung Schwerin steigen müssen. Doch die Dresdnerinnen sind offenbar nach den Final-Niederlagen der vergangenen Jahre maximal hungrig auf den ersehnten Meistertitel. Waibl bescheinigte seinen Spielerinnen ein „Maximum” an Gier auf die Schale. Und selbst die Konkurrenz sieht Dresden auf gleicher Augenhöhe mit Schwerin: „Sie sind aus meiner Sicht ein Kandidat, um den Meistertitel endlich einmal zu gewinnen, wenn die Mädels wirklich daran glauben”, sagte Vilsbiburgs (Ex-)Trainer Gallardo über den DSC.

Quelle: DVL-Presseservice