Dresden Titans finden sich in Hitchcock-Krimi ohne Happy-End

Die Basketballer der Dresden Titans unterliegen bei den Hanau White Wings nach einem Herzschlagfinale mit 86:88 (25:19, 22:21, 24:31, 15:17)+++

Stark gekämpft, aber dennoch verloren. Auch wenn sich die Dresden Titans für diese Floskel nichts kaufen können, so traten sie doch am Samstagabend erhobenen Hauptes die fünfstündige Heimreise aus Hanau an. 86:88 (47:40) hieß es vor 500 Zuschauern nach packenden 40 Spielminuten. Nachdem die Dresdner Korbjäger über weite Strecken der Partie führten, wurde der „Abstiegsgipfel“ erst in der Schlussminute entschieden. Am Ende scheiterte Titans-Kapitän Jason Boucher mit einem Wurf zum Ausgleich in letzter Sekunde.
 
„Das ist natürlich besonders bitter! Wenn du die ganze Partie über gut mitspielst und am Ende das Ding noch so hauchdünn verlierst“, zeigte sich Head-Coach Thomas Krzywinski nach der Schlusssirene schwer enttäuscht, aber stolz auf seine Mannschaft. „Die Jungs habe heute wirklich Moral bewiesen und gezeigt, dass sie nach wie vor an sich glauben.“

Vor allem in den beiden ersten Vierteln zeigten die Sachsen einen beherzten Auftritt. Dank klarer Reboundvorteile (17:8) gegenüber den Gastgebern und einer guten Trefferquote aus dem Feld (17/32) und von der Dreierlinie (9/17) führten die „Titanen“ zur Halbzeit verdient mit 47:40. Diesen erfolgreichen Kampf um die Rebounds konnten die „Elberiesen“ allerdings nach der Pause nicht weiter fortsetzen. Denn die groß gewachsenen Brettspieler der White Wings zeigten in Halbzeit zwei eine gehörige Leistungssteigerung und dominierten fortan die Bretter.

Immer wieder suchten die Gastgeber Marco Völler und Jereal Scott unterm Korb, während die Dresdner sich weiter auf ihre Treffsicherheit aus der Distanz verlassen konnten. Nachdem die Hausherren zur letzten Viertelpause zum 71:71 ausgeglichen hatten, entwickelte sich im Schlussviertel ein wahrer Basketball-Krimi: Regelmäßig wechselte die Führung zwischen beiden Teams. Als Köhnert sieben Sekunden vor Schluss an die Freiwurflinie ging, schien alles entschieden. Zur Verwunderung aller scheiterte der Aufbauspieler aber an seinen Nerven, sodass sich den Titans noch eine letzte Möglichkeit bot.

Jason Boucher stürmte noch einmal von „Küste zu Küste“, um die Partie in die Verlängerung zu schicken. Doch sein Korbleger zum Ausgleich sprang nur auf dem Ring.

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