Dresden Titans: Frankenrevanche oder Sachsenparty?

Die Titans kämpfen am Sonntag um 16 Uhr gegen Bayreuth II um die Herbstmeisterschaft.

Zum zweiten Teil ihrer Heimspieltrilogie empfangen die Dresden Titans am Sonntag um 16 Uhr die Reserve des Zweitligisten BBC Bayreuth in der heimischen Margon Arena auf der Bodenbacher Straße. Gegen die Oberfranken wollen die Hausherren die Chance auf die Herbstmeisterschaft wahren. Erster Anwärter auf den inoffiziellen Titel sind freilich nach wie vor die Rivalen aus Chemnitz, welche zum dritten Advent im Stadtderby gegen die SG Adelsberg antreten müssen.

Gleichwohl sind die Titans gut beraten, ihre volle Aufmerksamkeit auf die Begegnung mit dem Liganeunten aus Bayreuth zurichten. Die Oberfranken haben nämlich noch eine Rechnung mit der Krzywinski-Truppe offen. Bei ihrem letzten Gastspiel in Elbflorenz wurden sie im Jahr 2006 mit einer bösen 96:49-Klatsche von den Titans abgefertigt. Durch den Aufstieg der Dresdner im Frühjahr des folgenden Jahres in die 1. Regionalliga bekamen die Basketballer aus der Wagner-Stadt bis dato keine Gelegenheit mehr, sich für diese Schmach zu revanchieren.

Inzwischen ist viel Wasser die Elbe hinunter geflossen. Jedoch dürfte trotz der drei Jahre, die zwischen dem letzten Aufeinandertreffen und der Partie am Sonntag liegen, das Ergebnis als Extramotivation für beide Seiten dienen. Mit Antrieb wollen beide Mannschaften erfolgreichen Basketball zelebrieren. Gleichwohl genießen die Gäste dabei den Vorteil des besseren Anschauungsunterrichts. Ihnen genügt ein vereinsinterner zur Profi-Mannschaft des BBC. Seit Wochen begeistert der Zweitligist die Fans in der Pro A mit insgesamt zehn Siegen in Folge. Wenig verwunderlich also, dass die Serientäter somit an der Spitze der 2. Bundesliga thronen.

Mit drei Siegen aus zehn Spielen ist der BBC Bayreuth II längst nicht so dominant wie, wie die höherklassigen Vereinskollegen. Nichtzuletzt aus diesem Grund haben erst vor zwei Wochen die Ex-Bundesliga-Profis Sebastian Hänel und Sean McCaw noch einmal die Schuhe für die Franken geschnürt. Das Resultat, ein 101:84-Sieg über Gotha II, hat gezeigt, das Bayreuths “Zweite” dadurch ein zu einem unberechenbaren Gegner wird. Bleibt also abzuwarten, wer heute für die Gäste aufläuft.

Im Kontrast zu den Bayreuthern vertraut man bei den „Titanen“ auf das Prinzip „learning by doing“. Bevor die Dresdner nach den Sternen greifen, möchte man an der Elbe erst einmal die eigene Spielweise in der Regionalliga optimieren. „Die Mannschaft ist sehr jung und ehrgeizig. Wir wollen uns deshalb Schritt für Schritt verbessern“, erklärt Coach Krzywinski. Ein Erfolg am Sonntag bei gleichzeitigem Straucheln der Chemnitzer wäre gleichbedeutend mit der Egalisierung von Platz eins der Liga. Allerdings, „ist die Herbstmeisterschaft für uns zumindest während der 40 Minuten auf dem Court kein Thema. Ich erwarte, dass die Jungs sich voll auf das Spiel konzentrieren“, stellte Krzywinski schon im Vorfeld klar.

Quelle: Dresden Titans

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