Dresden Titans holen sich nach Derby-Kracher den Pott

Dresden Titans verteidigen den Sachsenpokaltitel nach einem einseitigem 109:79-Finalsieg gegen den BC Zwickau. +++

End-Spielstand 109:79 (24:13, 27:13, 27:29, 26:29)

Die Basketballer der Dresden Titans sicherten sich am Sonntag den zweiten Sachsenpokalsieg in Folge. Nachdem sie sich tags zuvor in einem packenden Derby gegen Stadtrivalen BC Dresden vor 250 Zuschauern in der Sporthalle der 25. Grundschule mit einem 72:62-Erfolg den Einzug ins Finale sicherten, ließen die „Titanen“ im Endspiel einen deutlicheren 109:79 (52:26)-Triumph über den BC Zwickau folgen. Mit der Titelverteidigung setzte die Mannschaft von Trainer Krzywinksi das i-Tüpfelchen auf die erfolgreichste Saison der bisherigen Vereinsgeschichte.  

„Auch wenn ich an diesem Wochenende nicht immer mit meinem Team zufrieden war, so freue ich mich, dass wir die Saison mit einem Titel beenden konnten“, gab Krzywinski nach dem Spiel zu Protokoll. Derweil feierten seine Schützlinge mit der treuen Anhängerschaft. Trotz aller Freude hatte einer jedoch auch einen wehmütigen Blick aufgesetzt. Für Georg Dölle war es das vorerst letzte Spiel im Titansdress. Der vom Fernweh gepackte Top-Scorer wird ab Herbst die Welt bereisen. „Ich werde die Titans immer in guter Erinnerung behalten. Ich freue mich außerordentlich, dass ich dazu beitragen konnte, dem Verein und seinen Fans noch mal einen Titel zu schenken“, so Dölle kurz nach der Ehrenrunde.  

Die hatten sich Dresdens Elitekorbjäger zuvor redlich verdienen müssen. Denn in der Runde der letzten vier hatten die Titans gegen den zwei Klassen tiefer spielenden BC Dresden wahrlich Schwerstarbeit verrichten müssen. Für ihr „Spiel des Jahres“ hatte der Oberligist alle Kräfte mobilisiert. Mit gut 100 Zuschauern im Gepäck lief die Truppe um Carsten Irmer (16 Punkte) zu Höchstform auf und verlangte den Titans alles ab. Dank sieben erfolgreicher Dreipunktewürfe führte der BCD bis Anfang des vierten Viertels, ehe sich am Ende dann doch der Regionalligist mit „Obertitan“ Georg Dölle (31) durchsetzte.  

Beide Lager waren sich einig: „Das war Werbung für den Dresdner Basketball!“ Titans-Manager Gert Küchler sprach als Ausrichter des Final-Four-Wochenende dabei auch dem BCD und seinen Anhängern ein riesiges Lob aus. „Die Stimmung in der Halle war fantastisch. Auch wenn beide Teams für 40 Minuten Gegner waren, war es schön zu sehen, dass sich alle für den Basketballsport in Dresden eingesetzt haben. Wie sich beide Klubs in den vergangenen Jahren entwickelt haben, beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sich unser Sport auf der Sportlandkarte in Dresden nicht mehr verstecken muss.“  

Diese Worte untermauerten auch die beiden Mannschaften mit Taten. So feierten die Spieler der Titans und des BC Dresden nach dem letzten Buzzer gemeinsam sich und das Publikum mit einer Laola und anschließendem Beisammensein mit Grillwürstchen und Bier. Gemeinsam schwor man sich auf den Finalsonntag ein, wo neben den „Titanen“ im Herrenfinale auch bei den Damen ein einheimisches Team um den Titel kämpfte. Überraschend hatten sich die Mädels des BCD am Samstag mit einem 60:54 (25:24) über den BC Zwickau für das Endspiel qualifiziert. In diesem unterlagen sie jedoch trotz ihres Anhangs am Sonntag den BBV Eagles Leipzig mit 53:75 (29:40).  

Besser machten es danach die Titans. In einem durchwachsenen Spiel zeigten sie gegen den Vizemeister der 1. Regionalliga die größere Entschlossenheit, um den Pokal an sich zu reißen. Die Zwickauer waren verletzungsbedingt ohne Marko Neddermeyer lediglich nur mit sechs Mann an die Elbe gereist. Trotzdem sorgte ihr bester Mann, Aufbauspieler Ben Hruschka, mit seinen in Dresden bestens bekannten Dreipunktewürfen kontinuierlich für Gefahr aus der Distanz. Obwohl die Titans die ganze Zeit über den Zwickauer Scharfschützen nicht unter Kontrolle bekamen, zogen sie schon früh davon. Bereits zur Halbzeit war die Partie beim Zwischenstand von 51:26 bereits vorentschieden. Denn vor allem unterm Korb hatte die Westsachsen gegen die Dresdner Riesen um Kai Hänig, Georg Dölle und Andreas Endig nichts mehr entgegenzusetzen.  

Quelle: Dresden Titans

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