Dresden Titans reisen zu Tabellenschlusslicht

Nach dem missglückten Jahresauftakt in der vergangenen Woche bekommen die Dresden Titans an diesem Sonntag die Möglichkeit, sich zu rehabilitieren. Dazu reisen die Elbestädter ins Frankenland zum TSV Tröster Breitengüßbach. +++

Das Tabellenschlusslicht gilt trotz – oder gerade wegen – seiner mäßigen Bilanz als unangenehmer Gegner. Cheftrainer Thomas Krzywinski möchte deshalb nicht von einem Pflichtsieg sprechen.

Dabei scheinen die Rollen auf den ersten Blick klar verteilt: Während die Titans aktuell auf Platz acht liegen (punktgleich mit Hanau und Leitershofen; aber im direkten Vergleich der drei Teams vorn), brennt bei ihren Gegnern seit Wochen die rote Laterne. Lediglich zwei Siege konnten die Nachwuchshoffnungen aus der Talentschmiede des amtierenden Deutschen Meisters aus Bamberg bislang einfahren. „Unsere Gegner haben ein langfristiges Ziel und das heißt Basketball- Bundesliga. Statistische Momentaufnahmen spielen für sie deshalb eine untergeordnete Rolle“, weiß Krzywinski. Er erwartet deshalb ein offenes und kampfbetontes Spiel. Vielleicht auch weil er weiß, dass die Gastgeber ihre beiden Erfolge in der heimischen Hans-Jung-Halle eingefahren haben. Zudem waren die Titans auswärts auch nur zweimal erfolgreich. So gesehen, erwartet die Zuschauer ein Duell auf Augenhöhe.

Der neue Headcoach auf fränkischer Seite, der aus dem sächsischen Kamenz stammenden Mirko Petrick, ist Krzywinski aus gemeinsamen Leipziger Zeiten ein Begriff. Sein Vorgänger, James Duncan, der erst zu Saisonbeginn als neuer Güßbacher Trainer vorgestellt wurde, musste schon nach den ersten sechs sieglosen Spielen seinen Hut nehmen. Noch im Herbst vergangenen Jahres versicherte der 35-jährige Kanadier einem Fachmagazin: „Ich bin mir sicher, dass wir mit unserer jungen Mannschaft erneut die Play-Off-Runde erreichen können.“ Auch nach dem Trainerwechsel sieht’s danach zur Zeit nicht aus. Deshalb gab es auch im Spielerkader mit der Nachverpflichtung von Flügelspieler Derrick Parker eine Veränderung. Der US-Import wurde im Winter geholt, um dem Team mit seiner athletischen Spielweise mehr Sicherheit unter den Brettern zu geben. Mit durchschnittlich 18 Punkten und 5 Rebounds, die er in seinen beiden Auftritten in diesem Jahr gegen den Tabellenersten und -zweiten erzielte, scheint ihm das gut zu gelingen. Doch was all die Zahlenspiele am Ende für beide Seiten wirklich wert sind, zeigt sich erst am Sonntag.

Quelle: Dresden Titans

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