Dresden Titans – Schwere Beine beim Turnier in Usti

Die Titans kassieren nach dem hartem Trainingslager drei Niederlagen beim Turnier im tschechischen Usti nad Labem. Trainer Krzywinski nimmt trotzdem positive Stimmung mit. +++

Krauchende Spieler, die nur noch auf dem Zahnfleisch kriechen. Wenn ein Trainingslager so endet, dann hat es seinen Sinn erfüllt. Von daher können die Regionalliga-Basketballer der Dresden Titans trotz dreier Niederlagen beim abschließenden Turnier ihres Saisonvorbereitungscamps im tschechischen Usti nad Laben von einem vollen Erfolg sprechen. Von Donnerstag bis Sonnabend schwitzten die Mannen von Cheftrainer Thomas Krzywinski in täglich bis zu drei Einheiten im Training, ehe sie am Samstagabend an ihrem ersten Vorbereitungsturnier teilnahmen.

Den Anfang machte dabei die Partie gegen den tschechischen Erstliga-Aufsteiger aus Svitavy. Auch mit fünf Trainingseinheiten in den Beinen erwiesen sich die Titans dem Favoriten lang als ebenbürtig. Nach dem Gewinn des ersten Viertels (21:18) zogen die Tschechen jedoch mit einer Serie von vier Dreiern in Folge kurz vor der Halbzeit auf sieben Zähler davon und bauten die Führung nach dem Seitenwechsel gegen müde wirkenden Titans aus. So ging die Auftaktpartie mit 60:100 (42:35) verloren.

Dem aber nicht genug. Der Spielplan verlangte im direkten Anschluss noch eine weitere Tortur von den Elberiesen. Diesmal baten die Gastgeber vom BK Usti n.L. zum Tanz. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die frischen und jungen Beine der Hausherren liefen die Titans zu Beginn gleich reihenweise schwindelig. Die Sachsen konnten sich erst nach einer desolaten ersten Hälfte (28:62) fangen. Mit den letzten Reserven wehrten sich Robert Haas und Co. gegen den drohenden Knockout. Angeführt Georg Dölle (20 Punkte) und Andreas Endig (30) holten sich die Titans die Viertel drei und vier. Dafür ernteten die Deutschen Applaus von den heimischen Zuschauern, die den Kraftakt ebenso zu schätzen wussten, wie der Gegenüber, der die Partie schließlich mit 97:69 für sich entschied.

Nach einer letzten Nacht im Mannschaftshotel, dass den Spielern und Betreuern wieder einmal erstklassigen Unterschlupf und leckere Mahlzeiten bot, hieß am Sonntagnachmittag noch ein letztes Mal ran. Gegen den BA Sparta wollten sich die Krzywinski-Schützlinge achtbar aus Usti verabschieden. Allerdings reichten gut 18 Stunden Erholung nicht ganz für einen Sieg. Zwar gingen die Titans gegen die Prager mit 22:19 im ersten Viertel in Führung, mussten sich jedoch in den Vierteln zwei und drei deutlich geschlagen geben, so dass ein 19:17-Schlussspurt nicht mehr reichte, um auch die 70:86-Niederlage zu verhindern.

Nichtsdestotrotz, am Ende zog Trainer Thomas Krzywinski ein positives Fazit nach vier Tagen „harter und guter Arbeit“, obgleich dem Coach dennoch klar ist, dass die Regionalliga-Aufsteiger noch einiges an Arbeit erwartet: „Ich kann meinen Spielern nur Lob aussprechen. Jeder hat ordentlich mitgezogen. Damit sind die Grundsteine gelegt. Nun müssen wir in den kommenden Wochen daran arbeiten, dass wir unsere Fehler abstellen und die Form konservieren. Ich denke, wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen, aber die Richtung stimmt.“
 
Bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste Standortbestimmung auf die „Titanen“. Im sachsen-anhaltinischen Sandersdorf treffen die Riesen von der Elbe beim stark besetzten Vorbereitungsturnier auf die Zweitligaaufsteiger des USC Leipzig, der BiG Oettinger Gotha Rockets, Lok Bernau sowie die Nachwuchsauswahl von ALBA Berlin. Das Teilnehmerfeld runden schließlich die gastgebenden BSW Sixers ab, die neben den Titans als einzige Regionalligisten an den Start gehen.

Quelle: Dresden Titans e.V.

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