Dresden Titans sichern sich das Double

Die Basketballer krönen die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte mit einem 88:71 im Sachsenpokalfinale gegen den USC Leipzig. Das Video dazu sehen Sie hier unter www.dresden-fernsehen.de +++

Die Basketballer der Dresden Titans kommen aus dem Jubeln nicht mehr heraus. Durch einen überraschenden 88:71 (45:36)-Sieg im Endspiel des Final-Four-Turniers in Mittweida über den favorisierten USC Leipzig sicherten sie sich am Sonntag nun auch den Sachsenpokal 2010. Den Weg zum Titel hatte sich der frisch gebackene Meister der 2. Regionalliga zunächst am Samstag durch ein 84:71 (53:33) im Halbfinal-Derby gegen den BC Dresden geebnet. Mit dem Erfolg im anschließenden Finale krönten die Titans die beste Spielzeit ihrer Vereinsgeschichte mit dem „Double“.

Beim dritten Duell mit einer Leipziger Mannschaft in dieser Pokalsaison blieben die Dresdner auch im Endspiel siegreich. Nachdem die Krzywinski-Truppe in der ersten Runde den Bezirksligisten SfV Knorke Leipzig (90:37) und im Viertelfinale die „Eagles“ des Oberligisten BBV Leipzig (95:80) aus dem Weg geräumt hatten, wartete im Finale das Beste, was die Messestadt in Sachen Männerbasketball vorweisen kann. Die „UniRiesen“ hatten erst wenige Tage zuvor die Lizenz für die 2. Bundesliga ProB erhalten, für welche sie sich in einer starken Aufstiegssaison qualifiziert haben. Obgleich die Leipziger diesmal mit einer ersatzgeschwächte Auswahl antreten mussten, schien ihr Erfolgshunger immer noch nicht gestillt. Auch ohne amerikanische Leistungsträger zog das Team von Trainer Dimitris Polychroniadis durch einen souveränen 75:54-Erfolg im Halbfinale am Samstag über den diesjährigen Regionalliga-Konkurrenten BC Zwickau erwartungsgemäß ins Endspiel ein. So sprach vieles für den fünften Pokaltriumph der Messestädter.

Diesem Vorhaben stellten sich die Dresden Titans in den Weg. Angetrieben von der euphorischen Unterstützung ihrer 20-köpfigen Fanschar, die sie auf dem Weg zum Finaltag am Sonntag nach Mittweida begleiteten, fanden die „Titanen“ von der ersten Minute an die richtige Courage, dem Favoriten die Stirn zu bieten. Die anfängliche Führung des USC hielt nicht einmal fünf Minuten, bis Robert Haas allein auf weiter Flur für den 12:12-Ausgleich sorgte. In der Folge kamen die Elbestädter kontinuierlich zu guten Chancen, die sie zielsicher in Punkte umwandelten. So lag man bereits nach dem ersten Viertel mit 23:17 in Front.

Dass die „UniRiesen“ noch längst nicht abschreiben durfte, zeigten diese zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Die Leipziger Korbjäger fochten sich bis auf einen Punkt auf die in blau spielenden Titans heran. Mit dem Atem des Verfolgers im Nacken drehten die aber noch einmal auf und schafften durch zwei erneute Distanzerfolge von Tim Schmidt und Markus Greiner-Stöffele ihren Vorsprung wieder auf neun Punkte zu erhöhen. Mit einem 45:36 ging es in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Titans das bessere Team und kamen durch ihre hochkonzentrierte Gangart mehrfach zu guten Aktionen. So ließ es Center Kai Hänig per Dunking zweimal ordentlich Krachen. Zuvor hatte ihn Mannschaftskollege Sebastian Matthes durch cleveres Zuspiel gekonnt in Szene gesetzt. Im Folgenden profitierten die Elbestädter auch von einigen Unkonzentriertheiten der Leipziger, die selbst Überzahlsituationen nicht in Punkte ummünzen konnten.

Mit einem 71:50-Zwischenstand starteten beide Mannschaften in das letzte Viertel. Zunächst gestaltete sich das Spiel wie in den 30 Minuten zuvor. Per Doppelpass mit Markus Greiner-Stöffele schwang sich Titans-Top-Scorer Georg Dölle zu einem erneuten Dunking auf, was das Dresdner Publikum in der Halle am Schwanenteich lautstark honorierte. Trotz einiger Nachlässigkeiten im Endspurt ließen die Titans nichts mehr anbrennen und sicherten sich mit dem 88:71-Endstand den ersten Sachsenpokaltriumph ihrer Geschichte.

Mit dem Double aus Meisterschaft in der 2. Regionalliga Südost und dem Sieg im Landespokal haben Dresdens Elitekorbjäger alles gewonnen, was es in dieser Saison zu gewinnen gab. Nach dem Schlusspfiff gab es für Fans und Spieler kein Halten mehr. Auch Chef-Coach Thomas Krzywinski zeigte sich hoch zufrieden, „Die Jungs haben heute wirklich großen Ehrgeiz gezeigt und absolut verdient gewonnen. Damit krönen wir eine ohnehin schon sehr erfolgreiche Saison.“ Durch den Pokalgewinn werden die Dresdner in der kommenden Saison ihr Debüt im DBB-Pokal geben, wo dann auch der ein oder andere Zweitligist auf die Elberiesen warten könnte. Klar, dass bei den Fans bereits direkt nach Spielende die Spekulationen über mögliche Traumgegner – wie etwa die Chemnitz 99ers – begannen. Manager Gert Küchler genoss derweil die Stunde des Erfolges: „Ums nächstes Jahr kümmern wir uns ab Montag wieder. Auf die Auslosung haben wir ohnehin keinen Einfluss. Heute freuen wir uns erst einmal über einen perfekten Saisonabschluss, auch wenn ich mir sehr gewünscht hätte, dass wir diesen Erfolg heute lieber vor einer größeren Kulisse in Dresden hätten feiern können.“

Vielleicht hätte es dann auch mit einem Dresdner Doppelerfolg geklappt. Denn im Damen-Finale scheiterten die Oberliga-Mädels des USV TU Dresden nach großem Kampf am haushohen Favoriten aus Mittweida. Erst im Schlussviertel gelang es den gastgebenden Regionalliga-Damen ihren 71:51 (30:27)-Finalerfolg rauszuspielen. Schade war dabei, dass nur eine Hand voll einheimischer Zuschauer – ca. 100 – diesen Erfolg miterlebten, was leider auch bei den anderen ausgetragenen Partien über das gesamte Wochenende nicht anders war.

Quelle: Dresden Titans

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