Dresden Titans „springen“ nur so hoch wie nötig

Die Dresden Titans qualifizierten sich trotz einer durchschnittlichen Gesamtleistung für das Sachsenpokal-Finalturnier am 8./9. Mai in Mittweida. Die Halbfinalgegner stehen noch nicht fest. +++

Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss. 
Getreu diesem Motto taten die Basketballer der Dresden Titans auch am  13.02.2010 im Viertelfinale des Sächsischen Landespokals nicht  mehr als nötig, um am Ende durch 90:85 (46:48) gegen den BBV Leipzig  in die Runde der letzten vier einzuziehen.
Wie schon in der  vergangenen Woche ließ der Regionalliga-Spitzenreiter seine Gegner in  der ersten Hälfte gewähren, um erst auf der Zielgeraden sein Potential  zeitweise abzurufen.

Erneut fanden die „Titanen“  zu Beginn nicht ins Spiel und gerieten selbstverschuldet in Rückstand.  Der Oberliga-Zweite aus Leipzig nutzte die Schwächephase der Gastgeber  aus, um nach Kräften zu punkten. Die Titans überließen den  Messestädtern die Spielgestaltung, ohne sich jedoch abhängen zu  lassen. Symptomatisch für das unkonzentrierte Agieren der Hausherren  im ersten Viertel erschien das Ablaufen der 24-Sekunden-Uhr ohne dass  sie den Abschluss gesucht hätten.
Der Zwischenstand von 21:23 nach dem  ersten Viertel ließ allerdings beiden Mannschaften alle Möglichkeiten  offen. Unverändertes Bild auch im zweiten Abschnitt. Die Dresdner Korbjäger  ließen die Leipziger Gäste an der langen Leine. Um dem die Krone  aufzusetzen, wurde sie beim Slam Dunk des Leipzigers Sidney Isensee zu  Statisten degradiert.
Chef-Coach Thomas Krzywinski, dessen Miene sich  schon seit Spielbeginn stetig verdunkelt hatte, setze nun ein  deutliches Signal an seine Mannschaft. Mit der Auswechslung der  kompletten Fünferformation auf dem Feld zeigte der Trainer, dass es so  nicht weiter gehen konnte. Kai Hänig und Georg Dölle erwiderten diesen  Weckruf kurz vor dem Pausenpfiff, in dem sie das orange Spielgerät  gepflegt in den gegnerischen Korb hämmerten. Dennoch konnte der 46:48- Pausenstand nicht über die desolate Gesamtleistung des Teams in den  ersten beiden Spielabschnitten hinwegtäuschen.„Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit der Einstellung der Jungs. Hier  muss sich in der zweiten Halbzeit etwas ändern. Die Mannschaft muss  einfach mit mehr Ehrgeiz an die Sache herantreten“, gab ein sichtlich  angesäuerter Titans-Coach zu Protokoll. Seine Worte zeigten Wirkung.  Im dritten Viertel bewiesen die Elberiesen endlich, dass sie das  Spiel nicht verlernt haben. Center Kai Hänig traf  dann auch wenige Minuten nach Wiederanpfiff zur ersten Führung der  Titans. 27 weitere Zähler ließen sie noch folgen, ehe beim 75:57  Zwischenstand vor dem letzten Viertel der Klassenunterschied doch noch  deutlich wurde.
Dieses Aufbäumen hielt allerdings nicht mehr bis zum  Schluss an, sodass die „Eagles“ aus der Messestadt noch einmal ihre  Schwingen ausbreiten konnten. Die nun routiniert aufspielenden  Gastgeber verhinderten jedoch die Pokalüberraschung. Mit dem 90:85-Sieg setzten die Dresden Titans ihre Erfolgsserie auch  im Pokal fort.

Auf  wen die „Titanen“ im Halbfinale am 8./9. Mai treffen, entscheidet sich  Ende April. Klar ist, es wird ein Dresdner Stadtderby geben, bei dem  der Gegner entweder BC Dresden oder Lok HTW Dresden heißt. Unterdessen qualifizierten sich auch die Erst-Regionalliga-Korbjäger  des USC Leipzig für die Endrunde. Die Cup-Gewinner der letzten beiden  Jahre setzten sich souverän mit 110:48 gegen die Reserve des BV  Chemnitz durch. Im Finale könnten die „Uni Riesen“ somit auf die Titans  treffen. Deren Konzentration gilt  nunmehr wieder dem  Endspurt in der 2. Regionalliga. Bereits am kommenden Wochenende  wartet das erste von drei verbleibenden Schlüsselspielen. In  Schweinfurt muss die Krzywinski-Truppe am kommenden Sonntag um 15 Uhr  gegen den Tabellendritten ihre Spitzenposition behaupten.

Quelle: Dresden Titans e.V.
++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!