Dresden Titans: Wehrmutstropfen zum Saisonabschluss

Dresden Titans unterliegen bei den Hanau White Wings im letzten Saisonspiel um 79:101 +++

Mit einem kleinen Wehrmutstropfen verabschiedeten sich die Dresden Titans am Samstagabend nach einer turbulenten ersten Saison in der 2. Bundesliga ProB in die wohlverdiente Sommerpause. Nachdem sich die Elberiesen bereits in der Vorwoche durch den 100:96-Krimisieg über Konstanz vorzeitig den Klassenerhalt gesichert hatten, mussten sie am letzten Spieltag der Playdowns noch einmal bei den Hanau White Wings antreten. In einer Partie, in der es nur noch um die berühmte „goldene Ananas“ ging, mussten sich die Titans am Ende mit 79:101 (45:56) geschlagen geben.
Ihre letzte Auswärtsreise des Spieljahres 2013/2014 traten die „Titanen“ dabei stark ersatzgeschwächt an. So verzichtete Coach Thomas Krzywinski neben den Verletzten Patrick Rülke (Kreuzbandriss) und Alexander Heide (Sprunggelenk) auch auf die beiden Youngstars Cliff Goncalo und Max von der Wippel, die sich beide auf das wichtige zweite NBBL-Playdownspiel mit Kooperationspartner Chemnitz am Sonntag konzentrieren sollten. Ohne das Quartett blieben den Sachsen beim Gastspiel in Hanau lediglich acht Spieler, was sich letzten Endes auch sichtbar auf das Spielgeschehen niederschlug.
Vor 600 Zuschauern – darunter einmal mehr eine Hand voll Schlachtenbummler aus Dresden und Marktheidenfeld – entwickelte sich in der Main-Kinzing-Halle eine muntere Partie zweier Mannschaften, denen man anmerkte, dass es für beide um nix mehr ging. So fand das Wort „Defense“ nur wenig Beachtung, offensiv dagegen spielten beide Teams munter drauf los, was im ersten Viertel zu neun Dreiern führte. Durch ihre Überlegenheit am Brett (49:19 Rebounds) konnten sich die White Wings zum Ende des ersten Abschnitts erstmal auf 33:23 deutlich absetzen. Dass die Gastgeber ihren Vorsprung nicht weiter ausbauen konnten, verdankten die Titans ihrer starken Dreierquote (15/34). 
Ob Boucher (20 Punkte, 6/12 3er), Jones (21, 3/6 3er), Benson (15, 3/6) oder ein gut aufgelegter Robert Zobel (10, 2/4 3er) – kein Dresdner schien bis zur Halbzeit sein Ziel von jenseits der 6,25-Meter-Marke zu verfehlen. Als jedoch zu Beginn des dritten Viertels die Trefferquote der Titans dann doch einbrach und zunehmend die Kräfte der dünn besetzten Bank zu schwinden begannen, konnten sich die Hanauer immer deutlicher absetzen. Am Ende ergaben sich die „Titanen“ im vierten Viertel ihrem Schicksal, wussten sie doch, dass sie ihr Saisonziel – Klassenerhalt – bereits erreicht hatten. 
Quelle: Dresden Titans