Dresden: Vergleich mit den anderen Landeshauptstädten positiv

Dresden schneidet im Vergleich zu den anderen 15 Landeshauptstädten im Berichtsjahr 2011 gut ab. Die Bereiche des statistischen Vergleiches reichen von Einwohnerzahlen, über Arbeitsmarkt bis hin zu Kriminalität. +++

Wie steht Dresden im Vergleich zu den anderen 15 Landeshauptstädten da? Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt in der sächsischen Landeshauptstadt im Vergleich zu Städten wie Stuttgart oder München? Wie viele touristische Gäste sind es in anderen Landeshauptstädten pro Jahr im Vergleich zu Dresden? Die Landeshauptstadt Potsdam, der Bereich Statistik und Wahlen, gibt jährlich einen Städtevergleich der 16 Landeshauptstädte heraus. Für das Berichtsjahr 2011 gibt es folgende Ergebnisse:

Einwohner
Bis auf die Stadt Kiel verzeichnen alle Landeshauptstädte im Berichtszeitraum 2011 einen Bevölkerungszuwachs. Dresden hatte gemeinsam mit Potsdam nach Hamburg (3,0 Prozent) und München (2,1 Prozent) den drittgrößten prozentualen Anstieg der Einwohnerzahl gegenüber dem Vorjahr (1,3 Prozent). Bei den Geborenenzahlen erreichte 2011 Dresden den höchsten Wert mit 11,3 Lebendgeborenen auf 1000 Einwohner. Nach München ist es in Dresden auch der größte Geburtenüberschuss, das heißt, mehr Geburten als Sterbefälle. Alle Städte verzeichneten 2011 einen Wanderungsgewinn, hier liegt Dresden im Mittelfeld. Die anteilig meisten Kleinkinder (0 bis 3 Jahre) leben in Potsdam und Dresden (3,2 Prozent). Da der Anteil der 65-Jährigen und älter mit 21,8 Prozent sehr hoch ist, liegt Dresden beim Durchschnittsalter auf Platz 10.

Wirtschaft und Arbeitsmarkt
36,9 Prozent der Einwohnerschaft Dresdens sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt – das bedeutet nach Stuttgart, München und Potsdam der 4. Platz. Dresden hatte den zweithöchsten Rückgang (nach Saarbrücken) an Arbeitslosen und steht mit 8,9 Prozent jetzt auf Platz 8 bei der Arbeitslosenquote (Anteil an zivilen Erwerbspersonen). Die Kaufkraft in Dresden ist mit 90,8 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt (100 Prozent) – Platz 13. Bei der Umsatzkennziffer liegt Dresden zwar darüber (103,8 Prozent), aber nur auf dem vorletzten Rang. Beim Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen ist Dresden bei den ostdeutschen Städten (außer Berlin) mit 49 336 Euro vorn, bundesweit ist Düsseldorf der Spitzenreiter mit 86 384 Euro.

Tourismus
Mit 40 Gästebetten und 3404 Gästeankünften je 1000 Einwohner liegt Dresden jeweils hinter München und Düsseldorf auf Platz 3. Nur in Potsdam und Berlin verweilen die Gäste länger (2,3 Tage zu 2,1 Tage) als in Dresden.
 
Verkehrsunfälle und Kfz-Bestand
Bei der Zahl der Unfälle hatte Dresden den größten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Mit 402 Pkw je 1000 Einwohner hatte Dresden nach Berlin und Hannover den drittniedrigsten Pkw-Besatz.

Kriminalität
Dresden hat mit 16,7 Prozent die niedrigste Jugendkriminalität (Tatverdächtige unter 21 Jahre). Jedoch ist die Zahl der erfassten Fälle insgesamt gegenüber dem Vorjahr mit 11,6 Prozent am höchsten gestiegen. Mit 102 Fällen je 1 000 Einwohner liegt Dresden gemeinsam mit Stuttgart jetzt nur noch auf Platz 6. München ist die sicherste Landeshauptstadt (73 Fälle je 1000 Einwohner).

Quelle: Dresden – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit