Dresden vs. Stuttgart – Variable Monarchs besiegen eintönige Scorpions

Nun sind es drei Siege in Folge. Wer hätte diese Leistungssteigerung noch vor einem Monat für möglich gehalten? Plötzlich funktioniert, was lange Zeit misslang – Die Dresden Monarchs präsentieren sich als schlagkräftiges Team. +++

Nach dem 31:14-Erfolg steht nur noch Essen zwischen den Monarchs und den Playoffs

Auch Dresdens jüngste Neuverpflichtung fügt sich blendend in die Mannschaft ein

Drei Spiele. Drei Siege. Wer hätte diese Leistungssteigerung noch vor einem Monat für möglich gehalten. Plötzlich funktioniert, was lange Zeit misslang – Die Dresden Monarchs präsentieren sich als schlagkräftiges Team. Auch das dritte von vier Endspielen konnte am Sonnabendnachmittag gewonnen werden. Die Stuttgart Scorpions unterlagen den Sachsen in Dresdens Heinz-Steyer-Stadion mit 31:14.

Ob Offensive oder Defensive, die Mischung scheint zu stimmen. „Hätten wir diesen Kader schon zu Beginn der GFL-Saison 2010 aufbieten können, was wäre nicht alles möglich gewesen“, hörte man stolz auf den mit 1.500 Fans gefüllten Rängen des Heinz-Fields. Recht haben sie, die Fans der Königlichen, wenn auch nur zum Teil. Denn bis auf das Erringen des Heimspielrechts für die Playoffs, ist noch immer alles möglich. Und mehr denn je glauben Dresdens Footballer an sich und ihre große Chance. Ein Spiel, ein Sieg trennt Gary Spielbuehlers Team von der Meisterschaftsendrunde. Allein Essen oder ein unerklärbarer Leistungseinbruch der Berlin Adler sowie der Kiel Baltic Hurricanes können die Goldenen nun noch stoppen. „Wir hoffen natürlich, dass weder Kiel den Braunschweigern noch die Adler den Rebels einen Sieg schenken“, hoffen die Dresden Monarchs geschlossen.

Allein will man sein Glück nun in den Händen halten. Als eines der vier spielstärksten Nord-Teams haben sich die Monarchs inzwischen den Einzug in die Meisterschaftsendrunde rätlich verdient. Bereits die Statistiken der vergangenen beiden Spiele gegen Braunschweig und Stuttgart sprachen Bände. Über 800 Yards und sieben Touchdowns erwarf Dresdens neuer Quarterback – Jake Christensen. Rekordverdächtig. Laufarbeit, Passgenauigkeit, alles verbesserte sich unter dem ehrgeizigen US-Boy. Ausschließlich die vielen Verletzungssorgen auf Seiten der Defensive machten die Spiele gegen den deutschen Rekordmeister Braunschweig und den ehemaligen Angstgegner Stuttgart überhaupt spannende. Sorgen, die nun vergessen scheinen. Mit Tim Hunt hat Dresden einen weiteren Star für die Verteidigung engagiert. Die angeschlagene Linebackercrew ist auf dem Weg der Besserung, sollte bis zum entscheidenden Spiel gegen Essen wieder fit sein. Eine Entwicklung, die bereits heute und gegen eintönig agierende Stuttgart Scorpions Zuversicht schürte. Denn von Beginn an, ließen die Dresden Monarchs wenig anbrennen. Zum ersten Mal in dieser Saison feierte Gary Spielbuehler Kader einen durchweg ungefährdeten Sieg.

Denn auch wenn der Wettergott Stuttgart zu bevorzugen schien, mit kräftigem Regen die Laufarbeit der Scorpions unterstützte, blieben die Monarchs ruhig, ja geradezu beeindruckend abgeklärt. Erster Drive Stuttgart. Erster Touchdown Dresden. Ein verlorener Ball des Stuttgarter Quarterbacks Jermar Jackson kullerte vor die Hände von Jared Dumm. Knapp 50 Yards später war der erste Touchdown perfekt. Eine Freude, die leider nur kurz währte. Eines der wenigen defensiven Missgeschicke der Monarchs an diesem Tag sorgte für den Ausgleich. Will Harris fing einen der seltenen Pässe seines Quarterbacks zum 7:7-Zwischenstand. Es sollte weitere drei Viertel dauern, bis Stuttgart weitere Punkte erzielen konnte. Denn Dresden spielte wie aus einem Guss. Ein Fieldgoal von Holger Hempel, sowie drei Touchdowns der Herren Dominick Goodman, Radko Zoller und Jake Christensen sorgten bis fünf Minuten vor Spielschluss für eine souveräne 31:7-Führung. Die eintönige Laufarbeit Stuttgarts war zu wenig gegen eine stark spielende Dresdner Defensive. Ausschließlich Jermar Jackson überbrückte ein ums andere Mal nennenswerten Raum. Zu wenig, um an diesem Tag als Sieger vom Platz zu schreiten. Immer wieder jagten die Monarchs um Linebacker Burkhard Vogt, Lineman Marcus Donner und Neu-Verpflichtung Tim Hunt Stuttgarts Quarterback in die Enge. Fast glücklich mussten die Scorpions sein, am Ende noch einen weiteren Touchdown erzielen zu dürfen. Glücklich schummelten sich die Spinnentierchen in die Endzone der Monarchs und markierten den 31:14-Endstand.

In einer Woche folgt nun das alles entscheidende Spiel gegen die Essen Assindia Cardinals. In Bestbesetzung wollen die Monarchs dann ihr Playoff-Ticket lösen. Die Fans der Königlichen drücken aus der Ferne die Daumen und wünschen ihrem Team viel Glück und Erfolg. Mit einer ähnlichen Leistung wie am heutigen Tag, sollte auch Essen zu knacken sein.

Quelle: Dresden Monarchs

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