Dresden will Vorzeigestadt bei der Beschäftigung für Asylbewerber werden

Die sächsische Landeshauptstadt hat in den vergangenen Wochen die ersten 100 öffentlichen Stellen für Asylbewerber geschaffen. Davon sind bereits über 90 besetzt. Weitere 200 Stellen sollen in den nächsten Jahren folgen.+++

Im Video sehen Sie die Statements von Dirk Hilbert (FDP), Erster Bürgermeister Dresden.

Für insgesamt 14 Asylsuchende ist der Arbeitsstart in Dresden-Altstadt
und -Neustadt gelungen. Vier Flüchtlinge unterstützen seit Ende April
das Ortsamt im Bemühen um mehr Ordnung und Sauberkeit. Sie werden
zusätzlich tätig und kümmern sich zum Beispiel mit um die Reinhaltung
des Alaunplatzes oder um die Bearbeitung von Dreck-Weg-Meldungen in
beiden Stadtteilen.
Weitere zehn Arbeitsgelegenheiten sind seit dieser Woche in Kooperation
mit dem Umweltzentrum Dresden e. V. am Äußeren Matthäusfriedhof
entstanden. Ziel ist es, den ehemaligen Friedhof unter Beachtung von
Natur- und Umweltschutz zu entwickeln und als Ort der Erholung und
Begegnung zu gestalten. Träger der sogenannten Arbeitsgelegenheiten ist
das Sächsische Umschulungs- und Fortbildungswerk (SUFW e.V.). Der
Verein übernimmt zunächst bis Ende 2016 sowohl die praktische
Anleitung als auch die soziale Begleitung der Asylsuchenden. Sie sind
pro Woche maximal 25 Stunden im Einsatz und erhalten für die geleistete
Arbeit eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 1,05 Euro pro Stunde.
Arbeitsgelegenheiten wie diese zu schaffen, geht auf Initiative des
„Altstädter Dialogs“ zurück, einem Bündnis aus Verwaltung,
Vereinen, Institutionen und Zivilgesellschaft. „Wir verstehen dies als
Möglichkeit einer sinnvollen Beschäftigung und verbinden sie mit der
wichtigen sozialen Betreuung und zweimal wöchentlich stattfindenden
Deutschkursen. So schaffen wir ein Angebot, das sicher zur Integration
der Geflüchteten beitragen wird.“, fasst Ortsamtsleiter André Barth
das Anliegen zusammen. Als Erfahrung äußert er weiter: „Wir haben
die Arbeitsgelegenheiten in den Übergangswohnheimen als freiwilliges
Angebot beworben. Die Resonanz war überwältigend. Nach nur zwei Tagen
hatten wir wesentlich mehr Anmeldungen als Plätze.“ Auch aus diesem
Grund arbeitet das Ortsamt Altstadt weiter mit dem SUFW e. V. zusammen,
um weitere Arbeitsgelegenheiten für Asylsuchende zu schaffen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Dresden.

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