Dresden zittert sich warm – Extremster Kälteeinbruch seit 1986

Der Winter kommt diese Woche so richtig in Fahrt und verwandelt Deutschland in einen Gefrierschrank. Zu verdanken haben wir das dem Kältehoch Cooper. Das bringt die Eisluft direkt aus Russland und Sibirien zu uns. +++

„So eine starke Kälte gibt es in Deutschland nur sehr selten zu beobachten. Den letzten so dermaßen extremen Kälteeinbruch müssen wir im Februar 1986 suchen“ erklärt Wetterexperte Dominik Jung. 

Wie mächtig Hoch Cooper ist, das kann man am Luftdruck erahnen. Gestern Nachmittag wurde in Schweden ein Luftdruck von fast 1060 Hektopascal gemessen. Das war dort der höchste Luftdruck seit rund 40 Jahren.

Besonders kalt wird es ab Mittwoch. Dann bleiben die Höchstwerte teilweise unter minus 10 Grad stecken. Regional wird es nicht mal wärmer als minus 15 oder 14 Grad. Nachts ist insgesamt flächendeckend mit sehr strengem Frost zwischen minus 10 und minus 20 Grad zu rechnen. Über Schnee rutschen die Temperaturen noch einen Tick tiefer. Dort kann es auf minus 25, am Erdboden sogar nahe minus 30 Grad gehen.

 Die „gefühlten Temperaturen“ sind besonders in der zweiten Wochenhälfte richtig eisig. Nach den neusten Berechnungen fühlen sich die Werte in Ostdeutschland stellenweise wie minus 35 Grad an. Wenn man sich dann nicht richtig anzieht, dann drohen schnell Erfrierungen.

 Und sogar etwas Schnee ist in Sicht, nämlich heute. Westlich des Rheins ist bereits ein kleines Schneefallgebiet aufgezogen. Dort werden bis Dienstagmorgen regional bis zu 5 cm Neuschnee zusammenkommen.

 Die Kältewelle wird mindestens bis zum nächsten Montag anhalten. Was danach passiert ist noch nicht ganz sicher. Aktuell schaut es so aus, dass es dann etwas milder wird – noch kälter wäre auch kaum noch möglich – und mit der leichten Erwärmung würden dann auch Schneefälle aufkommen, regional wäre aber auch Eisregen möglich!

„Der eisige Griff des Winters hat uns nun doch mit aller Macht erfasst und das gleich in extremen Maßen. Noch vor wenigen Wochen wurden in Deutschland Höchstwerte von 15 Grad gemessen. Flora und Fauna waren aus dem Winterschlaf erwacht und erleben jetzt eine böse Überraschung“ warnt Diplom-Meteorologe Jung.

Quelle: Wetter.net

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