Dresdens Erben: Stadtrat stimmt für den Umbau des Kulturpalastes auf wackligen Füßen

Am vergangenen Donnerstag hat der Stadtrat dem Millionen teuren Umbau des Kulturpalastes zugestimmt und damit die Zerstörung des Denkmals besiegelt. +++

Der Verein Dresdens Erben e.V. kritisiert die mangelnde Diskussionsbereitschaft und die intransparente Darstellung des Projektes:

„Die Einwohnerversammlung am vergangenen Montag hat im Grunde gar nichts aufgeklärt,“ sagt Jana Knauth. „Zu keinem der mit dem Radikalumbau verbundenen Probleme wurde seitens der Stadt eine stichhaltige Aussage getroffen. Weder wurde die Kosten detailliert aufgeschlüsselt, noch wurden die Risiken aufgezeigt, die die beabsichtigte komplizierte Entkernung des Hauses in sich birgt. Und was das Wichtigste ist:

Es fehlt bisher jeglicher Nachweis, dass der konzipierte Konzertsaal tatsächlich die Spitzenakustik bietet, die man erwartet. Über ein Projekt abzustimmen, das auf derart wackligen Füßen steht, kann man als im hohen Maße fahrlässig bezeichnen.“

Schließlich fügte die Vereinsvorsitzende hinzu: „Wenn es also die Fördermittel betreffend Absprachen zwischen OB Orosz und MP Tillich gegeben hat, warum konnte dabei nicht die Frage nach Geldern für eine Sanierung erörtert werden?

Dieselbe Frage läßt sich auch hinsichtlich eines Konzerthauses stellen. Es ging also nur darum, den Umbauplan im Land zu verankern, wobei die Zusage der EU völlig offen ist, da sich der EFRE dafür überhaupt nicht eignet. Vor allem nicht dann, wenn ein funktionierendes Denkmal zerstört werden soll. Einflussnahme über Fördermittelaussagen kennen wir schon – von der Waldschlößchenbrücke.“
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