Dresdens Luft soll besser werden

Die Stadt Dresden hat den Luftreinhalteplan von 2008 weiterentwickelt um die Umweltzone zu umgehen. Nun umfasst der Katalog 51 Maßnahmen. +++ 

Die Umweltzone um die Dresdner Innenstadt wird erst einmal nicht kommen. Dafür aber hat die Stadt den Luftreinhalteplan weiterentwickelt, der bis 2015 realisiert werden soll. Er umfasst jetzt 51 Maßnahmen, die die Überschreitung der Grenzwerte von Stickoxiden und Feinstaub beenden sollen.
 
So konnte der Durchgangsverkehr als größter Verursacher von Feinstaub entlarvt werden. Die Stadt möchte den Verkehr verstärkt über die Autobahn lenken und fordert ein Durchfahrverbot für Lastwagen über 3,5 Tonnen. Den Anlieferverkehr soll dies jedoch nicht betreffen.

Verstärkt setzt die Stadt auch auf die DVB. Anstelle des privaten PKW sollen Jobtickets genutzt werden. 

Interview Robert Roch, Abteilungsleiter Kraftfahrzeuge DVB, im Video 

Nach der einmonatigen Offenlegung des Planes kamen mehrere Ablehnungen aus der Bevölkerung. Diese richteten sich größtenteils gegen Pförtnerampeln auf fünf Hauptverkehrsadern und die Sperrung der Schillerstraße für den Durchgangsverkehr. Letzteres wurde daher erst einmal auf Eis gelegt. Die Stadt hofft nun auf eine Entlastung durch die Waldschlößchenbrücke.

Die LINKE kritisiert das neue Maßnahmenpaket. So würden der schon 2008 versprochenen Erhöhung des Grünanteils und der Ausbau der Fahrradwegenetze nicht genug Beachtung geschenkt.

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