Dresdens SPD plädiert für umfassende Hilfe für Obdachlose

Derzeit wird über ein Übergangswohnheim für Obdachlose im Dresdner Hechtviertel diskutiert. Die SPD ist gegen ein solches Wohnheim, in dem nur noch eine Übernachtung, nicht aber fachkundige Betreuung geboten wird. +++

Richard Kaniewski, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion hierzu:

„Wohnungslosigkeit darf kein gesellschaftliches Randthema sein. Beschimpfungen von Obdachlosen sind nicht hinnehmbar und verbieten sich von selbst. Die Sorgen und Befindlichkeiten der Bewohner des Hechtviertels müssen ernst genommen werden. Dies heißt aber nicht, dass mit dem Thema Obdachlosigkeit Ängste zur politischen Profilierung geschürt werden dürfen.

Ziel der Hilfe für Wohnungslose muss die Reintegration in die Gesellschaft sein. Wer Obdachlos ist, hat nicht nur keine Wohnung mehr, sondern hat nicht selten auch Erkrankungen an Körper und Seele. Das bedeutet, dass die notwendigen Mittel zur fachkundigen Betreuung der Betroffenen zur Verfügung gestellt werden müssen, wenn man diesem Thema begegnen will.

Dass die Stadt den Überganswohnheime nun nur die Funktion von Übernachtungsstätte zuschreiben will, ist eine Fehlentscheidung. Mit dieser Initiative kann eine allumfassende Hilfe nicht mehr gewährleistet werden. Die Stadt verlagert damit das Problem lediglich auf die Straße.

Ziel muss es zukünftig sein, Wohnungsakquise zu betreiben, Mietgarantien in Aussicht zu stellen und Wohnungsfürsorge zu gewährleisten. Nur mit der Perspektive auf eigenen Wohnraum, kann Obdachlosen wieder die Chance auf einen gesellschaftlichen Neuanfang gegeben werden.“

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