Dresdner aus Geiselnahme in Italien befreit

Ein afghanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Dresden wurde aus Geiselhand befreit – vier Tatverdächtige wurden verhaftet.

Seit dem 3. März wurde ein afghanischer Staatsbürger (33) mit Wohnsitz in Dresden, der nach Rom gelockt worden war, dort gegen seinen Willen festgehalten. Der Entführte meldete sich bei seinem Bruder (45) in Dresden und bat ihn, unverzüglich 10. 000 Euro Lösegeld zu schicken, um seine Freilassung zu erkaufen.

Der Bruder ging am 4. März zur Polizei und erstattete Anzeige. Da von einer Ernsthaftigkeit der Drohung ausgegangen werden musste, wurde im LKA Sachsen eine Sonderkommission eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft Dresden eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des erpresserischen Menschenraubes.

Im Zuge der eingeleiteten intensiven Ermittlungen und der engen Zusammenarbeit des LKA Sachsen mit der Staatsanwaltschaft Dresden, dem Bundeskriminalamt Wiesbaden, dem Verbindungsbeamten des BKA in Rom sowie der italienischen Polizei, konnte erst die Identität des Geiselnehmers (Türke, 30) und schließlich der Aufenthaltsort der Geisel in Rom ermittelt werden.
 
Am Abend des 9. März erfolgte dann der Zugriff der italienischen Polizei. Neben dem Geiselnehmer wurden drei weitere Türken (28,32 und 33) festgenommen. Die Geisel, welche in einem abgeschalteten Kühlraum im Keller eines Kebab-Ladens gefangen gehalten worden war, konnte unverletzt befreit werden.

Die Ermittlungen zum Motiv der Geiselnahme dauern jedoch noch an. Gegen die festgenommenen Geiselnehmer hat die italienische Staatsanwaltschaft Verfahren wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung in Verbindung mit Erpressung beantragt. Dieses Verfahren wird in Rom weitergeführt.

Quelle: LKA Sachsen

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