Dresdner Bachelorabsolventen bewerten Masterstudium in Leipzig positiv

Die per Hochschulvereinbarung beschlossene Konzentration der Masterstudiengänge für die Lehrämter an Grund- und Mittelschulen auf die Universität Leipzig ist von denStudierenden trotz des damit verbundenen Studienortwechsels überwiegend positiv beurteilt worden.

Wie eine Befragung von 73 Bachelorabsolventen in zwei  Evaluationsrunden zu Beginn und am Ende der Vorlesungszeit im vergangenen Wintersemester 2010/2011 ergab, sind sie zufrieden sowohl mit dem Bewerbungs- und Immatrikulationsverfahren als auch mit der Struktur und dem Inhalt ihres Masterstudiums. Die Ergebnisse der Evaluationsrunden sind in einem mehr als 40-seitigen Sachbericht zusammengefasst und ausgewertet worden, der dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vor wenigen Tagen vorgelegt wurde.

In der Befragung erreichten die Lehrveranstaltungen in Bezug auf ihre Arbeitsatmosphäre und didaktische Qualität sehr gute bis gute Bewertungen. Die Vorbereitung der Lehrenden erhielt eine Durchschnittsnote von 1,7. Befragt nach ihren positiven Erfahrungen, wurden besonders häufig die Studienbedingungen gelobt, speziell der stärkere inhaltliche und didaktische Bezug zum Lehramt Grundschule und die „guten“, „hilfsbereiten“, „kompetenten“ und „engagierten“ Lehrenden sowie Mitarbeiter. Dagegen ist für die wenigen Studierenden, die nicht den Wohnort nach Leipzig gewechselt haben, das tägliche Pendeln zwischen Dresden und Leipzig eine finanzielle und organisatorische
Belastung.

In der Hochschulvereinbarung zwischen den Staatlichen Hochschulen in Sachsen und der Sächsischen Staatsregierung wurde festgelegt, die Masterstudiengänge für die Lehrämter
an Grund- und Mittelschulen auf die Universität Leipzig zu konzentrieren. Für die Umsetzung dieses Vorhabens wurde am 7. September 2010 eine Sonderzielvereinbarung zwischen der Alma mater und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geschlossen, die zunächst bis Herbst 2012 gültig ist. Im Oktober 2010 begannen die ersten 73 Bachelorabsolventen der TU Dresden ihr Masterstudium an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät in  Leipzig.

Dadurch hat sich die Zahl der Studierenden für das Lehramt Grundschule mehr als verdoppelt: Die jeweiligen Module sind zwischen 50 und 78 Prozent mit Absolventen der TU Dresden belegt. Damit es bei gestiegener Quantität zu keinen Abstrichen in der Qualität von Lehre und Studium kommt, konnte entsprechend notwendiges Lehrpersonal über Personalmittel aus der Sonderzielvereinbarung eingestellt werden. Ergänzend konnte die Erziehungswissenschaftliche Fakultät in die weitere technische Grundausstattung der
Seminarräume und die Erweiterung des Bibliotheksbestands investieren.